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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
29
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dcett Brief an, wie Sir meine Partie gegen den Herrnund die Frau von Vcntadour genommen habe, welchesich bey Ihren Majestäten über mich beschwert hatten.

Man konnte Ihm kein empfindlicheres Vergnü-gen machen, als wenn man sich auf die Gefälligkeitstimmte, die Er gegen alle hatte, welche um Ihn wa-ren, So verdiente ich mir bey Ihm durch einen DienstDank, den ich der Frau von Verneuil und Frau vonMoret erzeigte, und durch die Art, wie ich mich dafürverwendete, Ihm das Fräulein des Essarts vom Halszu schaffen. Dies Mädchen war Ihm äußerst lästigeindem sie sich eben so viel Gewalt über Ihn anmaßcn.wollte, wie Seine andre Mätressen gehabt hatten.Endlich sprach sie davon, sich in die Abtxy Beaumontunter Bedingungen begeben zu wollen, wegen derer»Heinrich Zamet und la Varenne oft zu mir schickte,,um mit mir darüber zu conferirem Er nahm sich dieMühe an den Präsidenten von Mottevillc wegen einesRentmeisterdienstS zu Rouen, um den ihn das Fräu-lein bat, und an Montauban wegen des nöthigen Vor-schusses dazu zu schreiben. Man mußte ihr auch nochtausend Thaler geben, und fünfhundert der AbtcyBeaumont (12.) Der König schrieb mir bcydes ineinem Brief vom 12 May, allzuglücklich, so gutenKaufs losgekommen zu seyn.

Er erholte sich auch Raths bey mir, wie Er esangreifen sollte, um es nicht mit der Königin bey einerSache zu verderben, wo Concini mit der Frau vonVerneuil Mitbewerber um eine Gnade war, wclchedie-se Dame sich schon zwsy Jahr zuvor hatte versprechenlassen.Ich liebe, schrieb Er mir, Frau von Ver-neuil mehr als Concini." Dies war denn fteylichkeinem Zweifel unterworfen; allein Er mußte um diese

Zeit