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ist die Einleitung des Orchesters. Man sieht, dass die Trennungnur Violoncell und Kontrabass betroffen, die getrennt worden, einFall, den wir schon in No. 362 und an verschiednen andern Ortenbeobachtet haben. Nicht als etwas Neues kann daher dieses Bei-spiel angeführt werden, sondern weil sich mancherlei andre Betrach-tungen an dasselbe knüpfen.
Zunächst fällt der Kontrabass auf, der anscheinend zum grossenC, das er bekanntlich gar nicht hat, hinabgeführt wird. Wir müs-sen annehmen, dass der Komponist, obgleich cs in der Partiturnicht angemerkt ist — einen Tiicil der Violoncelle bei dem Kon-trabass hat lassen wollen und der letztere mitspielt, wie er kann,nämlich gross C eine Oktave höher nehmend*).
Sodann sehn wir die Melodie der zweiten Violine übergeben,während die erste mit einer sanft schmeichelnden Begleitungsfigurüber ihr liegt und sie bedeckt. Diese Figuration, in der Tiefe diedes Violoncells, die ausgebildeten (nicht blos begleitenden) Stimmender Bratsche und des Kontrabasses bilden ein Gewebe, das wie einSchleier, — wie das ungewisse Spiel von Licht und Schatten einerMondnacht, in der die Hymne angeslimmt wird, — den Gesang um-hüllen. So wenige Mittel in der Hauptsache konnten dem Kompo-nisten genügen. Wir werden erinnert, dass es selbst bei besondernAufgaben nicht immer einer Häufung oder Zersetzung der Stimmenbedarf.
Werfen wir noch einen Blick auf das melodieführende Instru-ment, so linden wir cs bald vom Horn, bald vom Fagott unterstütztund werden damit an den ähnlichen Fall in No. 398 erinnert, wowir ungeachtet des Zutritts der Bläser die Bratsche als Hauptpartieanzuerkennen hatten. Im jetzigen Fall ist es im Ganzen unstrei-tig die zweite Violine; nur zu Anfang ist es zweifelhaft. Denn dasHorn stellt wohl dem abstrakten Tonmaasse nach mit ihr im Ein-
*) Aehnliche nur bei dem ersten Hinblick auffallende Führungen des Kon-trabasses in die ihm unerreichbare Tiefe findet man öfter bei den bedeutenstenlnstrumentisten, z. B. bei Beethoven in der C- moll-Symphonie (S. 121 derPartitur) wo Violoncell und Bass auf besondern Systemen so
Violoncello.
—c=f=
Coutra-Bas
0.
I-
s-L- j-j
—L
- ci-
geschrieben (oder vielleicht nur gedruckt) sind; in derselben Symphonie S. 133,in der Pastorälsymphonie S. 126 der Partitur nnd anderwärts; m. s. auchNo. 396, S. 312.