und das Hineingreifen des Bliiserchors fodert — wird dadurch nurdie Schwäche oder Zerstreutheit des Quartetts herausgestelll, seinevereinzelten Stimmen werden unterdrückt und die organische Kraftdes Ganzen doch nicht hergestellt.
Demungeachlet wollen wir auch hier eingedenk bleiben, dasses in der Kunst keine absolute Regel (Th. 1, S. 15) giebt, alsetwa die: dem Zwecke gemäss — die Richtigkeit desselben voraus-gesetzt — zu schreiben.
So im vorliegenden Falle. Das Zusammenhalten des Quartettsoder wenigstens seiner Mille giebt auch seinem Schall zusammen-gehallne und damit einheitvolle und eindringliche Kraft. Wir habendiese Wirkung enger Lage schon in der Harmonie (Th. I, S. 146)erwogen; bei den Streichinstrumenten ist aber die Beherzigung deralten Lehre doppelt wichtig, weil ihr Chor der Kern des ganzenOrchesters sein muss und gleichwohl die Schallkraft des einzelnenInstruments der der meisten (eigentlich aller) Bläser entschiedennachsieht. Wie aber, wenn die Intention des Komponisten nichtjene eindringliche Kraft, sondern ganz andre Wirkung fodert? —Dann würde die Befolgung unsrer Regel Sinnwidrigkeit, also einFehler sein.
Ein erstes Beispiel giebt uns Beethoven in der Einleitungzu der Scene der Leonore in Fidelio*),
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