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stigste Wirkung tliun können und dann eben so berechtigt sind,wie jedes rechte Mittel fiir den rechten Zweck: wer wollte dasleugnen? Nur dagegen ist Einspruch zu thun, dass um einzelnerund seltner Fälle willen das wesentliche Organ für die mächtig-sten Orchestermomente geschwächt werde. Leichter wird manin jenen einzelnen Fällen sich behelfen oder bescheiden können.Es kommt demnach in jeder Beziehung durchaus darauf an, dassnur vorerst die Komponisten sich eine sichre und klare Anschau-ung von den Organen und ihrer Wirkungsweise verschaffen , dasssie wohl erwägen, wie viel sie aufgeben müssen, um zu den Vor-thcilen der Ventilisirung zu gelangen, — und wohin diese Vortheileihren schaffenden Geist, nach dem Gang aller menschlichen Dinge,forlzureissen dröhn. Dann wird in einer oder der andern Weisedas Rechte erlangt und erhalten werden.
Schliesslich sei noch Eins bemerkt. Man sollte meinen, überdiese Angelegenheit (und ähnliche) die sicherste Auskunft bei denMännern vom Fach, hei den Ausübenden, zu erlangen. Dem istaber nicht so. Der ausübende Musiker muss nothwendig für dasInstrument, das er jahrelang geübt hat, Vorliebe haben, die umso fester wurzelt, je höher die Virtuosität des Ausübenden gestei-gert ist. Jeder Ausübende ferner hat den natürlichen Trieb,
auch dem Klappenhorn) und denen, die aus schon vorhandnen Instrumentengebildet sind (Ventillrompele, Ventilposaune, und Ventilhorn) und die Na-turinstrumente zu verdrängen suchen. Die letztem sind es , die den Orchesternldeibendeu Nachlheil drohen; die erstem mag Jeder nach eignem Ermessen an-wenden. Auch der Verf. hat sich im Mose des chromatischen Tenorhorns be-dient, das durch Milde und Kraft, durch ein vollständiges Tonsystem von mehrals zwei Oktaven und seinen zwischen Horn und Posaune stehenden, also beidevereinenden Klang vor den andern Ventilinstrumenten in vielen Fällen den Vor-zug verdienen möchte.
Meier beer bedient sich (wenigstens in seinen für Paris geschriebnenOpera) sehr häufig der V e n t i 1 trom p e t e n , die nach unsrer Ansicht zu denbedenklichsten von allen gehören. Wie dies mit seiner ganzen Richtung unddem Einflüsse zusnmmcnhängl, den seine lange Thätigkeit fiir die italische undfranzösische Oper auf ihn gehabt, ist an einem andern Orte zu erörtern. Hierwollen wir diesem feinen, an wahrhaft spezifisch karakteristisclien Zügenüberreichen Geiste gern zugestehn, dass jedes Mittel an seiner Stelle das rechteist,—und zwar, zunächst in Bezug auf eine Anwendung der gewiss nicht mit Un-recht bescholtnen Ventiltrompeten. Wenn im vierten Akte der Hugenotten die fanati-schen Mönche eintreten, um Schwerter und Dolche zum Meuchelmord zu wei-hen, wird ihr Gesang — man sehe die Beilage IV — eingeleitet und begleitetvon schreierischen und doch gepressten Ventiltrompeten, die nur die Heftigkeit,nicht den edlen , heldenthiimlicheu Gang der Naturtrompeten an sich haben undohnehin von Bratsclieu begleitet und gedeckt sind. Es ist der Kriegsruf tückischhervorschleichender Fanatiker in der Priesterkutte. M. s. die in Paris bei Schle-singer erschienene Partitur (Entree des meines) S. 681.
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