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Für diese grossem Inslrumentvereine ist die Form der So-nate öfters iu Anwendung gekommen, bisweilen auch die gewöhn-liche Zahl ihrer Sätze überschritten worden. So stellt Beethovenin seinem Septuor ausser Einleitungen zum ersten und letzten Satzeein Allegro in Sonatenform, ein Adagio, Menuett mit Trio, Andantemit Variationen, Scherzo mit Trio und Finale auf, also sechsHauptsätze. Nach der Zahl der Instrumente werden übrigens dieKompositionen als Quintett, Sextett, Septett, Nonettu. s. w., — nach besondern Intentionen der Komponisten als Se-renate, Notturno u. s. w. bezeichnet.
Vierter Abschnitt.
Konzertsatz.
Unter Konzertsatz ist die Behandlung eines oder mehrerer In-strumente zu dem besondern Zwecke, sie vorzugsweise vor andernInstrumenten — und die besondre Geschicklichkeit des Ausübendenzu zeigen, zu verstehen. Beide Zwecke sind nicht rein künstle-rische, denn sie stellen neben die eigentliche Aufgabe jedes Kunst-werks noch die Rücksicht auf irgend eine künstlerische Persönlich-keit, — auf ein Instrument oder auf die Auszeichnung des Aus-übenden. Mehr oder weniger wird also bei Kompositionen dieserGattung von den reinen Kunstgesetzen abgewichen werden müssen.Das Hauptinstrument (Prinzipalinstrument oder Prinzipalstimme)oder die mehrern Haupt- oder konzertirenden Instrumentewerden vor den andern blos begleitenden Instrumenten (Ripien-stimmen, Begleitung) begünstigt, in grösserer Ausdehnung undmit Aufwand aller ihnen eignen Mittel benutzt werden müssen, wäh-rend die begleitenden Instrumente vom vollen Gebrauch ihres Ver-mögens eher abgehalten werden und sich unterordnen, um dasHauptinstrument desto vorteilhafter hervortreten zu lassen. DieRücksicht auf den Ausführenden ferner veranlasst in der Komposi-tion die vorzugsweise Ausbreitung der Gänge zu Passagen, undfür sie wie für die Begleitung — gelegentlich auch für die Darstel-lung, Ausschmückung, Veränderung der Sätze den Vorzug beson-ders schwieriger Figuren und Gänge (Bravourpassagen), andenen sich die vorzügliche Fertigkeit des Spielers bewähren kann.Und endlich liegt es in dieser Tendenz des Konzertsalzes, dass mansich mehr oder weniger klar bewusst für seine Ausführung eineglänzende Versammlung, einen Salon vorstelle, in der man nicht