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451* Flöten und Klarinetten.
V. 1. 2
Bratsche.
halte einführen wollen, — würde ungeachtet der Zahl von vierBläsern nur eine schwache Stimme gegen beide vereinigte Geigenoder eine Geige und eine Oboe abgeben, gegen beide Geigen undOboen aber gar nicht aufkommen; — gegen ihren weichen Klangwürden überdem die scharfen Striche der Bratsche einen ungünsti-gen Abstand bilden.
Wir befinden uns noch bei den einfachsten Formen, in denenBlaser und Streichinstrumente zusammenlreten, die Vereinigungbeider Chöre hat zunächst eine blosse quantitative Verstärkung derStimmen zum Zweck. Und doch macht sich schon, gleichsam ohneunsre Absicht, das Wesen der einzelnen Organe geltend. Baldmüssen wir von der nackten Verdopplung der Stimmen abgehn, weileinige Instrumente nicht fähig sind, den Touinhalt der Stimme voll-ständig wiederzugeben. Bald bringen wir einige Instrumente inhöhere oder tiefere Oktaven, weil sie nur in diesen mit voller Kraftwirken können; bald endlich geben wir einzelnen Instrumenten dieihnen obliegende Stimme in irgend einer einfachem oder figurirternGestalt, wie es uns ihrer Eigentümlichkeit oder dem Sinn desGanzen zuträglich scheint.
Hier macht sich besonders der Unterschied der Blas- und Streich-instrumente geltend, den wir bereits bei der Karakterisirung derletztem (S. 245) in das Auge gefasst haben. Das Blasinstrumentkann an der Beweglichkeit des Streichinstruments nicht vollständigund mit gleichem Erfolg Theil nehmen; und dieses wiederum mussdurch Beweglichkeit, durch Tonwiederholung oder Tonhäufung er-setzen , was ihm im Vergleich mit den Blasinstrumenten an Klang-fülle und Schalldauer abgeht. Daher müssen Melodien, die vonStreich- und Blasinstrumenten mit übereinkommender Wirkung vor-getragen werden sollen, vielfältig umgewandelt werden. Hätten wirz. B. die Oberstimme dieses Sätzchens —