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mehr als die nölhigste Rücksicht zu nehnien. Indem jedes Inslru-nientenpaar sich auf zwei Stimmen vertheilt und verschiednc Instru-mente —• z, B. Oboen und Klarinetten — in Einklang treten , machtsich der besondre Klang und Karakler derselben nicht weiter gel-tend. Diese Form ist gut, wenu das Orchester als eine einigeMasse wirken soll.
Anders muss verfahren werden, wenn es darauf ankommt, dieStimmen zu individnalisiren, jeder einen möglichst eigenthümlichenKlangkarakter zu geben, oder umgekehrt den Iiarakter der Instru-mente in den Stimmen selbst geltend zu machen. Beide Zwecke(sie sind im Grunde nur einer, von zwei Seiten angesehn) fodern,dass jeder Stimme besondre Instrumente zuertheilt werden, dassman z. ß.
der ersten Violine eine oder beide Flöten,
der zweiten Violine eine oder beide Oboen,
der Bratsche die Klarinetten, 1
dem Bass die Fagotte j
zufügt, oder wenigstens soviel wie der Inhalt des Satzes zulässt, tdie Instrumentarten geschieden halte. Ein gelegnes Beispiel bietet 1
uns Beethovens Festouverlüre in Cdur*). Das Allegro führt in (
freier Fugenform diese beiden Subjekte
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durch, die zuerst von erster und zweiter Geige, dann (in der Um-kehrung) von Violoncell (I) und Bratsche, dann von Bass (Violon-cell und Kontrabass) und erster Geige (II) dann von erster Geige(1) und Bass genommen werden; die Zwischensätze und die Stim-men des Gegensatzes lassen wir für jetzt bei Seite. Bis hierherstellen sich nun die Stimmen in der Partitur in folgender Besetzungdar:
I. Violine 1, Flöten, Oboen,
II. Violine 2, Klarinetten —
I. Violoncell, Fagotte,
II. Bratsche, Klarinetten und Hörner, nämlich so:
') Op. 124. S. 17 — 22 der bei Schott in Mainz hernusgegebnen Partitur.Die Ouvertüre ist zur ErötFnung des Pestber Theaters geschrieben.