Druckschrift 
4 (1851)
Entstehung
Seite
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gestalten. Wh haben uns hier so einfach wie möglich an die obigeFormel der Verdopplung halten wollen , doch aber mannigfach ab-weicben müssen. Zunächst konnte Takt 2 und 3 das erste Fagottnicht mit der Bratsche gehn; wir haben den Oktavensprung aufge-geben und das Fagott mit der zweiten Klarinette an der zweitenGeige, die zweite Flöte und Oboe aber an der Bratsche anschlies-sen lassen. Sodann haben die ^-Klarinetten zu Anfang pausirenmüssen, um nicht zu hoch für ihre Tonlage oder eine Oktaveunter den Hauptstimmen einzusetzen. Ferner haben die ersten Blä-ser Takt 2 statt des unruhigen Oktavensprungs in der ersten Geigeeinen Halteton; endlich durfte die Stimmkreuzung Takt 4, die inden Geigen leicht vor sich geht, von den Oboen und Klarinettennicht füglich belastet und verschärft werden.

Schon innerhalb dieser Anlage sind mannigfache Umgestaltun-gen möglich. Es kann durch stärkere und schwächere Besetzungder Bläser in das Ganze mehr Abwechselung gebracht und für ein-zelne Stellen eine zweckmässigere Behandlung gewonnen werden.So dürfte zu Anfang (in No. 432) die Häufung von Flöten undOboen allzuschwer auf den Stimmgang drücken, man könnte sichauf Flöten oder Oboen beschränken, oder der ersten Geige dieerste Flöte, der zweiten Geige die (erste) Oboe zufügen, bis Takt 2in No. 446 das Tutti einlräte. Man könnte im weitern Fortgange(No. 433) im ersten Abschnitte nur Klarinetten und Fagotte, imzweiten nur Oboen und Klarinetten setzen und dergleichen mehr.Hätte man Basselhörner und was dann gewiss nölhig wäreKontrafagott oder Serpent zur Verstärkung des Basses, so würdendie Basselhörner bald zweite Klarinette und erstes Fagott, bald nurdas erste Fagott, bald beide Fagotte verstärken, je nachdem dieStimmlage es zuliesse und der Satz hier oder da stärkere Besetzungwünschenswerth machte.

2. Zweite Weise der Verstarkung.

Die obige Satzweise hat nur den Zweck der Stimmverstär-kung, ohne auf die Eigenlbümlichkeit der verstärkenden Instrumente

richtig erkannt, dass die Beweglichkeit und unruhige Führung der Streichinstru-mente durch Bläser nur belästigt und vergröbert werden würde, dass auch dieBläser gar keine Gelegenheit zum erfolgreichen Eingreifen haben würden. Wennaber doch Bläser zutreten sollten, so würden sie wenigstens nicht durchweg zurblossen Stimmverdopplung, sondern in andern später zu besprechenden Formenzu verwenden sein. Es war aber hier Mos um ein naheliegendes Beispiel zuthun.