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strumente vereinigt werden, weit daun die Eigentümlichkeiten bei-der einander gegenseitig ergänzen und Eins das Andre schon durchden Gegensatz liervorhebt. Daher würde die grösste Aufhäufungvon Rohrinstrumenten — wollte man auch zu Flöten, Oboen, Kla-rinetten und Fagotten noch Alt- und ßassklarinetlen und Basset-hörner oder statt zweier Fagotte drei oder vier obligate nehmen —keinen so wohlgebildeten Klangkörper geben, als wenn man zuweit weniger Instrumenten, z. ß. zu Klarinetten und Fagotten nochHörner setzt; selbst Klarinetten und Hörner allein (wofern nur derTongehalt der letztem genügt) gewähren eine Fülle von Wohllaut,die grossem Zusammenstellungen ohne Beimischung von Blech nichtleicht eigen ist. Und so dient umgekehrt der Zutritt von Rohrin-slrumentcn — wären cs auch nur Klarinetten (oder Oboen) und Fa-gotte, oder selbst nur die letztem-—• einer Blechmasse, die in sichselber stark genug gebildet sein mag um voll zu klingen, zu bes-serer Abrundung und zur Annäherung an das Quartett oder Ver-schmelzung mit demselben. Hiernach bieten uns Zusammenstellun-gen von
Klarinetten (oder Oboen) Fagotten und Hörnern,
Flöten, Oboen (oder Klarinetten) Fagotten und Hörnern,schon eine befriedigende Masse für jenen Vollklang, den wir alsersten Karaklerzug und Reiz aller Harmoniemusik — und somitauch des Bläserchors im Orchester erkennen.
Soweit führt uns das allgemeine Bediirlüiss, dem StreicherchorBläser zuzugesellen und diese als eignen Chor in befriedigenderWeise aufzuslclieu. Alles Weitere hängt nun von der besondernAufgabe ab, die sich dem Komponisten in dem oder jenem Werkedarbielet. Hierüber erschöpfend zu reden, würde ebensowohl un-ausführbar als unnütz — oder vielmehr benachtheiligend sein. Eskönnen nur noch einzelne Winke über häufig eiutretende oder be-sonders lehrreiche Verhältnisse gegeben werden.
Wenn es dem Komponisten auf
4. grosse Kraftentwickelung
ankommt, so ist allerdings das nächste Mittel, das sich ihm darzu-bieten scheint, eine vergrösserle Instrumentation. Zunächst wird eralso zu seinen Flöten, Oboen, Klarinetten, Fagotten und Hörnernnoch Trompeten und Pauken, — daun vielleicht Posaunen, — zuden Flöten vielleicht Pikkolflöten, zu den normalmässigeu zwei Hör-nern ein zweites Hornpaar oder ein drittes Horn setzen und sofort. Allerdings wird auf diesem Wege die Schallmasse vergrössert.
Allein mit dem Anwachsen der Masse wird keineswegs dieKraft des Ganzen jederzeit gesteigert. Wir haben schon früher(S. 178) bemerken müssen, dass Instrumente von rundem, weichem
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