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4 (1851)
Entstehung
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318
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Dritte Abtiieiliang.

Aus drucks w eis eil des S frei eher c hör s.

Erster Abschnitt.

Die Komposition für den Streicherchor.

Bei der Komposition für Streichinstrumente kommt es nächstder technischen Iienntniss der einzelnen, ihrer Zusammenstellungund der Aufgabe, die innerhalb des Chors im Allgemeinen jedemInstrumente zufällt, nun auch zunächst auf die Prüfung an: wasman von ihnen allen verlangen kann und wie man sie zu gebrauchenhat, damit sie auch den verschiednen dem Komponisten sich darbie-tenden Intentionen wirklich entsprechen. Vieles hier in Fragekommende ist bereits in der vorigen Abtheilung theils mitgetheilt,theils vorbereitet w'orden und wir werden uns darauf berufen undstützen können*). Ein Theil unsrer Betrachtungen wird uns durchKückblieke auf die Anschauungen erleichtert und erhellt werden, diewir von der Natur und Wirkungsweise der Blasinstrumente imachten Buch der Lehre gewonnen haben. Der durchgreifende Ge-gensatz, der im Wesen der Streich- und der Blasinstrumente ge-geben ist, wird die einen an den andern erläutern.

Zwei Hauplmomente der Karakterislik sind uns an den beidenHälften des Orchesters nun schon bekannt geworden.

Das Schall- und Klangwesen

ist im Streicherchor hei weitem weniger mächtig und mannigfach aus-gebildet, als im ßläserchor. Das einzelne Blasinstrument, wie dervolle Chor der Bläser, hat im Allgemeinen einen stärkern und ganzbesonders einen ausdauernder starken Schall, als das einzelne Streich-instrument oder der Chor der Streichinstrumente. Mag die Geigein einem einzigen Momente, besonders auf ihrer rauhern G-Saite

') Ueberhaupt ist der Inhalt der vorangegangnen und der nachfolgenden Be-trachtungen so eng zusammenhängend in der Sache, dass auch die Scheidungim Lehrgang nicht in absoluter Schärfe und Nothwendigkeit hat erfolgen kön-nen. Nothwendig war nur Scheidung und Abtheilung überhaupt, schon um dergrossen Masse des theils zu Merkenden, theils zu Erwägenden und zu liebendensicherer und leichter Herr zu werden.