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4 (1851)
Entstehung
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315
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tritt zwar das volle Streichquartett mit vier einleitenden Taktenein, das eigentliche Thema aber (Takt 5) wird nur von Bratschengegeben, die, bald von Fagotten, bald von Flöten, Klarinetten,Oboen begleitet, die Hauptpartie im Orchester bilden, während dieViolinen zu Zwischensätzen verspart w r erden. Dass jene und nichtdie Blasinstrumente als Hauptpartie gelten, erkennt man schon daraus,dass kein Blasinstrument die Melodie vollständig vorlrägt, sonderneins das andre ablöst und dabei öfters (z. B. mit den Klarinettenzum ersten, mit den Flöten zum zweiten Mal) willkührlich nämlichin Bezug auf das Melodische des Satzes eingesetzt wird. Dassferner hier die Bratschen nicht um tieferer Tonlage willen genom-men sind, ist ebenfalls klar; sie gehen bis zum zweigeslrichnen fhinauf, könnten der Tonlage nach fast durchgängig vollkommen gut,ja zum Theil noch bequemer durch Geigen (wenigstens für die Ober-stimme) ersetzt werden. Es ist also klar, dass es dem Komponi-sten um ihren Klang zu thun war, dessen bedecktes, verhüllteresWesen ihm der feierlichen, still-jungfräulichen Würde des Vestalen-hymnus entsprechend schien. Eben so verfährt der Komponistim zweiten Gesang der Vestalinnen, im ersten Finale*), wenn mitdem Anrufe

*) S. 121 der Partitur.