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4 (1851)
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chere und feierliche Fsdur für England, das ^helle etwas schreie-rische gemüthlose Cdur*) für Frankreich, —brachten die Pikkolflö-te im englischen Marsch in eine höhere und durchgreifendere Ton-Re-gion , als im französischen. Für letztem die Pikkolflöte in einehöhere Oktave zu stellen, hätte übertriebne Heftigkeit und Wildheitin den Satz gebracht und eine weit vollere und stärkere Unterlage(S. 186) bedingt, als hier zuträglich sein konnte.

Der englische Marsch wird nur von den milden B - Klarinetten,von Fagotten und weichen Es- Hörnern drei oder vierstimmig vor-getragcu, die Melodie aber von der hochliegendeu ersten Klarinetteund der Pikkolflöte hell, durchdringend, warm zu Gehör gebracht.In dem französischen Marsche setzen sich harte C- Hörner und, —im Einklang mit ihnen, also tiefliegend, — C- Klarinetten, eine Ok-tave höher Oboen (deren härtlicher etwas schnarrender oder näseln-der Klang hier unbedeckt heraustritt) unter die Pikkolflöte, um überdem französisch-eintönigen Fagottbasse (man denke an die Orgelpunkt-Anfänge so vieler französischen Ouvertüren, an die karakteristischnationalen Musetten des ariden regime ) die Melodie breit und pra-schig — mit vielem Aufheben — durchzusetzen.

Beiden Märschen darf das kopfverdrehende Charivari des Sol-datenwesens nicht abgehn; Triangel, Becken, grosse Trommel müs-sen mitreden. Im englischen Zuge klingeln sie (namentlich der Tri-angel) etwas unschuldig hinein; im französischen Marsche schliesseusie sich dem Rhythmus näher an und setzen sich damit entsehiednerdurch. Dasselbe thut hier die Trompete (deren Fanfaronaden Takt4 und 8, — im letztem redet sie gar in den Fagoltbass hinein, —nicht unbemerkt bleiben dürfen) während sie im englischen Marschemehr willkührlich nebenher geht, lustig und launig, nicht eben sehrmartialisch**).

Fünfter Abschnitt.

Verstärkungen der Harmonierausik.

Bei dem allmähligen Anwachsen des Chors der Rohr-Instru-mente ist deutlich geworden, dass es für grosse Massenwirkungbesonders an zwei Stellen noch an ausreichenden Organen fehlt.Wir habeu erstens im Chor der Röhre noch nicht Instrumentegenug zu voller Besetzung der Mitlelslimmen, während die hohe

") Allg. Masiklehre S. 323.

**) Hierzu der Aubaug M.,

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