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beide durch Tongebiet, Klang und Schallkraft zu weit von einanderabstehn; der Schall der Trompete würde den Hornklang zerreissen,ohne sich mit ihm zu verschmelzen; die Hörner würden den Trom-petensatz in der Tiefe nur dumpf und matt verdoppeln und beschwerenkönnen. Eher Hessen sich Hörner mit Posaunen (jene mehrfach,diese einfach besetzt, wie C. M. v. Weber zu dem in No. 98angeführten Hornsatze verlangt) verbinden, da letztere durch Ton-lage und Fülle des Schalls ihnen näherstehn; dann kann auch diePauke zutreten. Indess auch dieser Verein erscheint nicht anwend-bar genug, um uns zu besondern Uebungen aufzufodern. Was ergewähren könnte, wird durch den Chor der Ventil-Instrumentebesser erlangt, zu dem wir jetzt übergehn*).
Dritte Abtiieilmig.
Uie r e n t i l -1 n s t r u m e n t e.
In der vorigen Abtheilung haben wir erfahren, dass ein Theilder Blechinstrumente (Trompeten und Hörner) nur eine unvollstän-dige Tonleiter hat und die fehlenden Töne nur unvollkommen undbedingt erlangen kann. Diese Unvollständigkeit hat man baldfür eine Unvollkommenheit angesehn und durch mancherleiVorrichtungen am Instrument zu überwinden getrachtet. Unter denverschiednen hierzu angestellten Versuchen verdient die Anbringungder Ventile wohl unstreitig den Vorzug, hat auch in der Thatden Vorrang mit Hinwegdrängung der frühem Versuche errungen.Zunächst sind diese Ventile an den Hörnern und Trompeten,dann auch an der Posaune angebracht worden. Hierdurch ist einSystem von Blechinstrumenten aufgestellt worden, das eine wesent-lich andre Beschaffenheit und Bedeutung hat, als die in der vorigenAblheilung aufgeführten natürlichen Instrumente gleichesNamens.
Den so mit Ventilen versehnen alten Instrumenten ist sodanneine Beihe neu erfundner (oder vielmehr ältern ausser Uebung ge-kommnen nachgebildeter) Instrumente hinzugefügt worden, die eben-falls mit Ventilen versehn sind; und so hat sich ein besondrer Chorvon Blechinstrumenten zusammengestellt, der bald für sich allein,bald in Verbindung mit andern Instrumenten zur Anwendung kommt,— oder aus dessen Mitte ein und das andre Instrument den gewöhn-lichen Organen des Orchesters zugefügt wird.
) Hierzu der Anhang E,