Einleitung
1. Aufgabe des vierten Theils.
Der vierte und letzte Theil des Lehrbuchs hat die im drillen be-gonnene Lehre von der angewandten Komposition zu vollenden.Sein Inhalt stellt sich in folgenden Gruppen zusammen.
I. Harmoniemusik,
oder Komposition für Blasinstrumente. Dass und aus welchem Grundewir dieser Lehre die von der Orgelkomposition Zuordnen, wird sichan seinem Orte (S. 7) zeigen.
II. Orchestersatz,
der den Satz für das volle Orchester, also für den Verein der Sai-teninstrumente mit Harmoniemusik begreift. Auch die Schlaginstru-mente (Pauken u. s. w.) gehören, wie sich von selbst versteht, demInbegriff des Orchesters an, kommen aber schon bei der Harmonie-musik zur Sprache.
IH. Ensemblesalz.
Mit diesem Namen — in Ermangelung eines deutschen -—• bezeich-nen wir den Verein von Solo- und Orchestersatz, von Solo- undChorgesang im Verein mit dem Orchester. Hier erst kommen die-jenigen Formen der Gesangmusik (Arie u. s. w.) zur Sprache,die zwar auch ohne Orchester, z. B. mit Klavierbegleitung, dar-stellbar sind, in der Kegel aber und am günstigsten mit Orche-sterbegleilung auftreten. Da sie aus frühem Lehrabschnitten geläufigsind, so konnten sie unbedenklich sogleich zu vollkommener Aus-übung überliefert werden.
2. Vorbildung.
Die wichtigste Vorbereitung für diesen Theil unsrer Lehre,nächst dem in den frühem Theilen Gegebenen, ist unausgesetzte,aufmerksamste Beobachtung aller Orchesterinstrume'nte, vornehmlichnach dem Klang eines jeden und nach ihrer Verschmelzung unter-einander. Keine Sprache — wir wiederholen nochmals mit Nach-
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