Druckschrift 
4 (1851)
Entstehung
Seite
VII
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lern, was von Bach bis Beethoven und Berlioz Glück ge-macht und sich nachahmen lässt: das Alles will nicht sogar viel bedeuten und sagen gegen die Zeugenschaft dervorangeschrittnen Jahrhunderte und die Foderung einer ka-raktervollern geisteskräftigern Zukunft, das kann den Be-weis und den Trost der Geschichte nicht überstimmen. DieGeschichte aller Künste aber lehrt, dass das wahre Kunst-werk nur aus der reinsten Geisterhebung erblüht und nurunter der Bedingung treuester Widmung und Hingebungan die Idee, ohne alles Rücksichtnehmen und Abmäckelnoder Zuputzen geboren wird zum ewigen Leben 5 allesAndre achtet sie für Tand, sei es auch durch die Laune desTags noch so schön vergoldet und gepriesen, die Mor-genluft verweht es, wie die Asche vergilbter Billetdoux vonder Flamme des Lichts.

Doch-das sind Gedanken, die einem andern Raum

und Augenblick aufbehalten sein müssen. Nur das sollte ge-sagt sein: der zehn - und vielmehrjährige Dienst diesesWerks ist jener wahren und ewigen Kunst gewidmet, dieallein ernstliche und tiefste Vorbildung fodert und werthist. In diesem Bewusstsein ist das Werk begonnen und ge-schlossen worden $ hierin ganz sicherlich hin ich bis heut der-selbe gehliehen , denn es ist dasselbe nur unmittelbarer Aus-fluss der Idee, die mich früh ergriffen und bis heut erfüllt undgetragen, die durch glückliche Erfolge wohlthuend durch-wärmt, unter Fehlschlägen nur geprüft und gestählt werdenkonnte. Manche glückliche und manche trübe Stunde istdaran vorübergegangen j manches Verhältnis, das für ewiggelten sollte, hat sich seitdem gelöst 5 dahingegangen istmancher (ich nenne den ehrwürdigen Rochlitz und denedlen von Miltitz) der ersten Freunde, die das Werk sich