Vor- oder Mach wort
zur ersten Ausgabe.
Ein fast zehnjähriger Zeitraum lieg t zwischen der erstenVorrede dieses Werks und dem dasselbe schliessenden Nach-wort, — ein längerer Zeitraum, als vorausgesehn und vor-ausgesagt worden. Dass nicht Säumigkeit ihn veranlasst undeben sowenig Berufspllicht und Liebe sich erschöpft, wirdhoffentlich schon derjenige Theil der Leistungen des Verfas-sers, der seitdem öffentlich geworden, und seine unermüd-liche Sorgfalt für die neuen Ausgaben der ersten Theile be-zeugen.
Während eines solchen Zeitlaufs ändert sich viel anMenschen und Verhältnissen, zumal in einer Zeit der Gäh-rungen und Schwankungen, wie die unsrige. In einer sol-chen Zeit liegen Tage, die für den vergeblich angestrebtenFortschritt das Seufzergewicht von Jahrzehnten uns auf-drücken,— und wiederum Tage, in denen das Flügelrauschenwohlaufstürmender Jahrzehnte in Einen begeisternden Rie-senakkord seelenschmelzend zusammenströmt. Oder wär’ esTäuschung, dass die Tage seit dem 11. April bald sovielvorangegangne Jahre aufwiegen im Lehen der Nation ? Undmuss nicht der höhere Pulsschlag in diesem Lehen unsrerkreisenden Zeit frisches Blut durch alle Adern des Daseins