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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
430
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21. Zu Gunsten Wilhelms de la Mache . de. Pechu,Mitschuldigen an dem Meuchelmord Franzens von Monkmo.rcncy Herrn von Hallet, Generalstatthalters für den Königin der Normandie, der sechzehn Jahre zuvor auf eine sehrunedle Art von Christoph Marquis d'Allegre begangen wer.den war. Heinrich rief diese Sache an sein Conseil ab, undverwandelte die dem la Mokhe zugcstandene Begnadigungin neunjährige Verbannung und mehrere Geldbußen rc. DieStrafe würde wahrscheinlich noch schärfer ausgefallen seyn,wenn die große Jugend des Schuldigen sein Verbrechen nichtgeringer gemacht halte. Dieser Herr hatte schon seit 1597.das Privilegium sehr beschränkt, in dessen Besitz des Kapitelvon Rouen ist. Dieser Proceß, der damals sehr viel Lärmmachte, gab Gelegenheit zu einer nähern Untersuchung die.ser ganzen Frage. Le Ikon 1 . IV. p. iüo. NicolausRigauit, sein Forkseyer, und alle Gelehrte, soviel man ausder Art schließen kann, womit diese Tharsache im Nercurssrnn^vls, -muss 1606, p. 179. behandelt wird, trugenkein Bedenken, das vorgebliche Mirakel für fabelhaft zu er-klären , durch welches der Heilige RomanuS Erzbischof vonRouen, diese Stadt von der Wuch eines Ungeheuers befreithaben soll, oder von einer Schlange, die man insgemein la Gar-gouille nannte, bey welcher Unternehmung ihm ein Mordswegen gesessener Miffcthater behülflich gewesen seyn soll, wo-her denn dieß Privilegium entirandcn sey! Die Urkundenselbst, wodurch mau beweisen will, daß es wirklich von meh«rern Königen von Frankreich verliehen worden seye, hielte»die strenge Prüfung der Kritik nicht aus, welche darinn überallviele Jrrkhümcr, Unterschleif und Unrichtigkeiten in Anse-hung der Zeit und der Datums fand. Man vermuthet, daßbey diesem ganzen frommen Mahrchen ein würklicheö Wun-derwerk des Heiligen ErzbischoffS zum Grund liegt, das abereine Ueberschwcmmung zum Gegenstand hatte, woraus diePoetische Licenz, nach ihrer Gewohnheit ein Ungeheuer ge-macht und dabey nicht vergessen hat, die Geschichte mit ih-ren andern gebräuchlichen Verzierungen auSzustaffiren. DaSWort Hyder, für das man leicht Schlange gebrauchte, hatso viel Achnlichkeit mit dem, welches im Griechischen eineUcbcrschwemmung bezeichnet (Hydor), daß dieser Name alleinschon den ganzen Jrrlhüm veranlaßt haben kann.