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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
418
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Woher also die Eilfertigkeit, womit dieser Vertrag ab-geschlossen wurde, die dabey so sichtbare Begünstigung unddie Geheimhaltung vor Sully auf Befehl des Königs, derenSully selbst erwähnt? Ich nehme die Gründe an, welcheMarsolier davon beybringt: i) Heinrich wollte den Herzogvon Bouillon nicht zu Grund richten, sondern ihn nur dasGewicht seiner Macht fühlen lassen, um ihn für die Zukunftin den Schranken seiner Pflicht zu erhalten, r) Da demHerzog von Bouillon durch Villeroy das Dokument seinerVereinigung mit den Herrn Biron und Auvergne vorgehal-len wurde, so nahm er wirklich seine Zuflucht zur Unterwer-fung, um eine Verzeihung zu erhalten, um welche zu bittenihm sein Trotz nicht zuließ, so lang er denken konnte, seineSchritte seyen verborgen geblieben, z) Alles wohl überlegt,Lachte Heinrich, der Herzog würde zu Sedan noch unschäd-licher für Isin seyn, als sonst irgendwo, weswegen Er ihnnicht nur nicht daraus vertrieb, sondern sogar einen Monathernach wieder dahin schickte. Was Herrn von VilleroyLetrifft, den der Verfasser hier tadelt, so sieht man wohl,Laß er nur auf Befehl und nach den Absichten des Königshandelte; auch wird er sehr wegen dieser Unterhandlung ge-lobt in dem 8477 Bd. der Nss. koi. Man sehe die Ge-schichtschreiber, besonders den Il'Iern. ssrun^. snnes 1606.Kein Schriftsteller hat diesen Vorgang so umständlicherzahlt,«ls man ihn hier in unfern Denkwürdigkeiten findet.

14. Heinrich antwortete ihm verbindlich: es sey Ihmnicht sowohl uni sein Södan zu thun gewesen, als um dieguten Dienste, die Er von seiner Person erwarte. Nss. ib»

i;. Das Tagebuch Heinrichs IV spricht nicht von die-ser Streitigkeit, sondern sagt im Gegentheil: Herr vonRosny sey an der Seite des Königs geritten, habe Ihnunterhalten, und Zhm die schönen Damen gezeigt; derMarschall von Bouillon sey ganz einfach gekleidet und berit-ten gewesen, und habe ein sehr trauriges Gesicht gemacht.Es enthält auch einen Brief, welchen der König an die Für-stin von Oranien über die Ucbergabe von Sedan schrieb, undder anfängk:Meine liebe Cousine! Ich werde sagenkönnen wie Cäsar: Ach kam, sah und siegte, »der wiedas Liedchen;

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