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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
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414
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stralt, daß Verachtung sie nicht treffen konnte. Als wahr«,,Erbin des Hauses ValoiS machte sie nie jemand ein Geschenkohne sich zu entschuldigen, daß es so wenig sey. Sie wardie Zuflucht der Gelehrten, hörte sie gerne reden, ihre Tafelwar immer damit besetzt, und sie lernte so viel in ihremUmgang, daß sie besser sprach als irgend eine Dame ihrerZeit, und beredter schrieb, als der gewöhnliche Zustand lh.res Geschlechts mit sich brachte. Kurz, wie die Guklhatig»keil die Königin der Tugenden ist, so krönte diese große KZ.nigin die ihrige durch die des Almosengebens, daß sie soreichlich an alle Dürftigen ausspendete, daß kein Gotteshausin Paris war, das cs nickt zu geniessen hatte, und keinArmer sie ansprach ohne Hülfe von ihr zu erhalten. Gottbelohnte aber auch mir Wucher nach seiner Barmherzigkeit,die welche sie gegen die ihrigen ausübte, und verlieh ihrdie Gnade ein so christliches Ende zu nehmen." rc.

Das mag denn dock wobl hinrcichen, einige Fehler mensch.sicher Gebrechlichkeit aufzuwagen, auf die alle Beschuldigungengegen diese Fürstin hinausloufen. Wenn man übrigens neu,gierig ist, alles zu lesen was darüber für und wider geschrie-ben worden ist, kann man die Herrn de Thou, Dupleix»Mezerai, Peter Daniel, Hilarion de Coste in seinem elvx«ües äumes illuüres, Bassompierre, Bayle im Dictionnaireunter Usson, und eine unzählbare Menge andrer Schrift-steller Nachlese». Sie starb am 27. Marz iüiZ in ihremHotel in der Vorstadt St. Gcrmain, das hernach abgetra-gen wurde. Ihr Begrab» ist in der Kirche der reformir«ten Augustiner, nachher die kleinen Augustiner genannt, diesie selbst gestiftet hatte.Sie ward sehr bedauert, sagendie Memoiren von der Regierung Mariens von Medicis;war eine Fürstin voll Güte und guter Gesinnungen für dasBeste und die Ruhe des Staats, und that niemand Übels"Diese wenigen Worte geben uns, glaube ich, die rechte Idee,die man sich von dieser Dame zn machen habe, und passengut zu dem was Sully von ihr sagt.

n. Man sehe von diesen Edikten Ludwigs des Heilstge» und Philipps des Schönen, von dem Ursprung der Formund dieser ganzen Materie vom Zweykampf der Schriftsteller,welche gründlich davon geschrieben haben, wie Paul vonMontboucher, Sieur de la Riraudiere in seinem Pruste lleuereumnies et oräonAsocs« uppurleusntrs ü lle du-

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