n. Dies Buch liatte den Titel: vilcoui-s 6'ergt,pour faire voir an roi, en guoi 8u lVIojeste ettmal lervie. — ,,Es ging in Geheim in Paris, sagtEtoile, — handschriftlich herum, war etwas frey und kühnfür itzige Zeit geschrieben, die nicht alle Wahrheiten gleichgut ertragen kann; man liest barinn jedoch nichts gegen denKönig und seinen Dienst, wohl aber gegen den Herrn vonNosny."
12. Der Sieur de Auvignv oder Divigny, ein fran.zofischer von Adel, Verfasser des jtztgedachken Aufsatzes,büßte für alle. „Er wurde, — sagt Etoile, — an seinenLeben und seinen Gütern als MajestätS Verbrecher verfolgt,und, aus Mangel des Originals, zu Paris in Bild ge.hangen."
iz. Heinrich, obschon äußerst unzufrieden über de»Herzog von Epernvn, der sich nach Angoulcme zurückgezo.gen hatte, und dort große Klagen über die vorgebliche Un-gerechtigkeit führte, die ihm bey dieser Gelegenheit a»ge-rhan worden sey, wollte dennoch, daß derHerrvon Ercguyhundert Meilen von Paris reisen sollte , um seinen Obustcnaufzuwarken und den Eid in seine Hände abzulegen, seineEinwilligung zu seiner Bestallung zu erhalten und seine Be.fehle zu seiner Einweisung zu empfangen. Der Herzogvon Ehernen ließ ihn einige Tage in der Suite und selbsteinen ganzen Tag an der Thüre seines Zimmers harren Uist.clu Duc ü'Lperoon p. 212.
14. „Der König — sagt le Grain l. 7. — beförder.te den Herzog von Sully so, daß er »och immer ein großesAnsehen über ihn beyielc; und wer weiß, ob es nicht einZug von Klugheit vom König war, ihn so den Haß mehrerrer, wogegen er ihn schützen konnte, auSzusetzen, um ihndie Wirkungen davon fürchten zu lassen, wenn er seinePflicht aus den Augen verlöre." Diese Stelle unsererMemoiren scheint zwar auf de» ersten Anblick diese Murh.maßung zu begünstigen; ick finde jedoch daü Urcheil dcije.niqen richtiger, welche bey dem Aramohn, dem sich Hein,rich gegen den Herzog von Sully überließ, ganz keine Ver.stellung sehen wollen. Er mag indessen würklich oder ver«stellt seyn, so finde ich, nach der Meinung mehrerer M'in«N. Denkwürdig^. V. B. Ce ner