222
zum letztenmal ihre Reden und Anklage« vörgehalrekhatte, um zu sehen, ob sie darauf bestünden, undnichts daran zu ändern fänden. Selbst in diesemAugenblick verließ man sie nicht. Die Kampfrichterblieben neben ihnen an den beyden Enden deS-Feldseiner andern Ceremönie wegen, die schon allein fähiggewesen wäre, ihnen, besonders wenn sie zuvor meinem freundschaftlichen Verhältnis; mit einander gerstanden hatten, die Waffen aus den Händen zu wm,den. Sie Mußten nehmlich hier vor einander nieder-knien, und nahmen einander bey den Hände«. Dieselegren sie mir durchfiochtenen Fingern zusammen, heisch. - -)ten dann das Recht von einander, und beschworen sich r ^ 'keine Unwahrheit zu behaupten; versicherten, daß sie 'EMir aller möglichen Redlichkeit handelten, und schwu-ren sich zu, den Sieg weder durch Betrug noch Za er»berey zu suchen. Die Kampfrichter untersuchten ihreWaffen Stück für Stück, um zu sehen, ob alles seine K fRichtigkeit hatte, führten sie dann an die beyden Endendes Plans, und ließen sie aus den Knien ihr Geberund ihre Beichte verrichten. Endlich, nachdem sie sie ^ >gefragt hatten, ob sie ihrem Gegner nichts mehr zusagen hätten, ließ man sie zum Handgemenge. Dichbegannen sie auf ein Signal des Herolds, welcherdreymal über die Schranken istef: laßt die wacker» ^Kämpfer angehn! Jetzt freylich schlug man sich ohne tzMSchonung, und den Ueberwundencn, tod oder leben«big, traf die ganze Schmach des Verbrechens und derStraft. Er ward im Hemde auf den Richtplatz ge« ^schleift, gehangen oder verbrannt, wahrend der andre ^ ,geehrt im Triumph zurückkehrte, und einen Richter.fpruch erhielt, welcher ihm gewonnene Sache und jede ^ ^andre 2lrt von Genugthuung gab.
In dieser ganzen Ceremönie liegt etwas wunde« Ujlicheö und lächerliches. Allein Religion, Anftd» und hl ch
Klugheit,