NN, wiewohl Er sich an der Spitze eines Heers vo«Katholiken befände, würde Er darum doch nicht mirminderm Respekt und mindrer Unterwürfigkeit empfa«, ^gen werden, als ehmals, da Er an der Spitze refox.mirter Truppen gekommen sey. Wenn .ihre Thor«nicht groß genug wären, wollten sie dreyhundert Klaf,tern von ihren Mauern niederreißen, zu deren Wieder«aufbauung ihnen Seine Freygebigkeit jederzeit Mittelgäbe. Sie überreichten Ihm die Schlüssel mit einer -!so natürlichen Aeußerung redlicher Freude, daß derKönig bis zu Thräncn gerührt ward, und sie dreymalumarmte. Nachdem Er sich hierauf traulich mit ihnenvon den alten Zeiten unterhalten hatte, versicherte Er DMsie mit einer ganz bezaubernden Herzlichkeit: sie könne GWten darauf zählen, daß sie an Ihm einen Beschützer tzMiihrer Freyheit und einen eifrigen Erhalter aller ihret /»MGerechtsame hätten. Md
Als ich von dieser Ceremonie wegging, begegnete tz'ZMich dem Herzog von Epernon, der zum König hinein OD,wollte, und beantwortete ihm ohne Arges zu denken, sch. ßiseine Frage: was vorgegangen sey ? erstaunte aber umso mehr, als ich ihn bey dieser Erzählung eine ärger« !W,liche, zornige Miene annehmen sah. Er fragte michtrotzig: ob ich mir denn beygehen lasse, daß Rochel!«unter meine Befehlshaberschaft gehöre? und; in wel« ch,' ^cher Eigenschaft ich es übernommen habe, dem Köm-ge die Abgeordneten dieser Stadt vorzustellen? —
Ich bin nie der Meynung gewesen, daß es erniedri» ^gend sey, seinen Freunden eine Erläuterung zu geben,und antwortete ihm daher: daß ich dies; als alter ^Freund der Stadt, und in Gemäßheit deö Befehlsvon Sr Majestät gcthan habe. Er versetzte darauf Hmit derselben Lebhaftigkeit: da Rochelle in seiner Be« ^fehlshaberö'Bestallung stehe, so hätten -er König, die. ,
Rochellrr