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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
164
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164.

alles, von welcher Partey und Religion sie seyn moch.ten, auf der Waage der Billigkeit und Uneigennützig,keit abzuwägen geneigt waren. Wenn die Religiondie Hülfe der Politik annimrNt, so darf dieß nur ein«so einfache , gerade und reine Politik seyn , wie sieselbst ist. Jede andre scheint Ihr nur zu dienen, dientihr aber nicht wirklich, -und muß sie, bald oder spät,zerstören. .

^est entschlossen, keinen andern Grundsatz bey me,,nem Benehmen in der Versammlung zu befolgen alsdiesen, glaubte ich Affektation und Verstellung nichtzu weit von mir entfernen zu können, um dem Wstder Cabale und dem unvernünftigen Eifer jede Hoff-nung, mich je gewinnen oder verführen zu können, cch-zuschneiden. Von Anfang an zeigte ich mich eifer-süchtig darauf, bey dieser Gelegenheit den Charakterzu behaupten, in dem ich mich bey allen andern vorganz Frankreich gezeigt hatte, d. h. den eines Man-nes , welcher ein eben so aufrichtiger Anhänger derwahren Grundsätze der Reformation, als weit entferntvon falschen Consequenzen ist, und die regellosenSchritte vieler Reformirren haßt. Die Rede, die ichbey Eröffnung der Versammlung hielt, war ganz imGeist dieses Grundsatzes, und ohne mich darum zubekümmern, ob sie dem großen Haufen gesiele odernicht, dauerte sie eine halbe Stunde.

Ich fieng mit der Vorstellung an, daß der Königunter so vielen Seinem Willen blindlings ergebenenPersonen, bey einer Gelegenheit, wo es darauf ankä-me, mit ihnen zu verhandeln, Seine Augen nicht auf«inen Mann von bekannter unerschütterlicher Festigkeitin seinem Glauben geworfen haben würde, wenn Ecmehr darauf bedacht wäre, Seine Rechte zu behauptren vder zu erweitern, als ihre Herzen zu gewinnen'

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