Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
139
Einzelbild herunterladen
 

Man macht ohne Zweifel hier eine sehr natürlicheBemerkung über das Sonderbare einer Verbindung,die dem Staat so viele Unruhe verursachte. EineGesellschaft, die ohne Unterschied aus Römischkatho-tischen und Hugenotten, und zwar Spanischen Ka-tholiken und Französischen Hugenotten besteht; einevon so entgegengesetzten Vortheilen beseelte Partey,die man sich in einer unaufhörlichen gewaltsamen An«strengung denken muß, um sich zu vereinigen; einKörper,wovon der Herzog von Bouillon das Haupt, SpanienDie Seele ist dieser Anblick allein hat etwas soSonderbares und Ungeheures, daß er hinreichend ftynwird, viele über die Folgen einer so übel gewähltenVerbindung zu beruhigen. So dachte jederzeit ichDavon. Allein da jede Partey, die sich in einem fort-gesetzten Ungehorsam gegen den Regenten behauptet,dem Staat nothwendig sehr nachtheilig werden muß,gesetzt auch, daß sie ihren Hauptzweck nicht erreichte,so wird man nicht ßn Abrede feyn. daß eine gesundePolitik durch alle Arten von Mitteln ihre Entstehungzu verhindern, oder sie, weny sie schon aufgeschossenist, zu zerstören fordert. Zn diesem Fall befanden sichdie Empörer. Es war weder Klugheit in ihren Ent-schlüssen, noch sonderlicher Anschein, baß sie je ecwaösehr gefährliches zu bewirken vermögen würden. Daman indessen ähnliche Unternehmungen nicht unge-straft versuchen lassen darf, vernachläßigte der Königkeine der Nachrichten , die' Er davon erhielt. VomAnfang dieses Jahrs fiengen diese wieder an, noch vielstärker einzulauftn, als zuvor. Wurat, Generalstatt-halter von Riom, schrieb mir in den ersten Tagen desMärz: man habe ihm jetzt gerade so wichtige Dingehmcerbracht, daß er., ob er schon die Wahrheit davonnicht verbürgen könnte, sich dennoch verpachtet glau-be, sie mir zu melden. Damit ich desto besser im

Stand