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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
101
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stat, ein außerordentliches Gnadengeschenk von mirerhalten harte. Gegen die so ganz unverdiente Be-schuldigungen von Entwürfen zu Empörungen undbürgerlichen Kriegen berief ich mich auf die KenntnißHeinrichs von meiner Vaterlandsliebe, meiner An-hänglichkeit an Ihn selbst, von der Sorge für meineEhre und meinen guten Namen, und von den Hin-dernissen, die ich jederzeit den schändlichen Entwürfender?A)rotestanten so eifrig in den Weg gewälzt hatte,daß ich ihren ganzen Haß dadurch auf mich lud.

Allein, welchen Nutzen hätte ich denn auch vondiesen eingebildeten Unternehmungen gehabt, den ichnicht jetzt eben so gut in der höchsten ehrenvollstenStelle fände, zu der. ein Unterthan seine Augen erhe-ben kann? WaS hätte ich für einen Zweck dabeyhaben können? Mir selbst die Krone aufzusetzen?Man beschuldigte mich nicht, daß ich so ganz unver-nünftig sey. Sie aus dem Königlichen Haus zuverpflanzen? Hatte es in meiner Macht gestan-den, sie zu vergeben, wen. anders hätte ich wählenkönnen, als eben den Herrn, dem ich alle meine Ar-beit und meine Dienste geweiht, dem ich dreyßig Jah-re lang Blut und Leben geopfert hatte? Warum,wenn dieß wäre, beschäfftigte mich auch jetzt noch ein-zig die Sorge für Seinen Ruhm in jenen edlen Ent-würfen, wovon ich, wenn nicht Urheber, doch wenig-stens der einzige Theilhaber und Beförderer war?Indem ich Ihm alle diese Bündnisse mit England undandern Europäischen Mächten verschaffte, hätte ichnicht geradezu gegen mich selbst gehandelt, wenn ichnachtheilige Absichten auf Seine Krone oder SeinePerson gehabt hätte. Auf welchem Wege habendenn die Ehrsüchtigen jeder Zeiten an dem Verderbender Staaten gearbeitet, und Umwälzungen bewirkt?

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