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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
61
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ge Kollegien in mehrere, Hauptstädten des Reichs an«legten, und mit beträchtlichen Einkünften auSstattcten.

Sie fanden jedoch die Ausführung ihres Vorha-bens nicht überall gleich leicht. Die von TroyeS,zum Beyspiel, Rheims und LangreS nahmen dieDiensterbierungen der Gesellschaft nicht günstig auf.Mau mußte seine Zuflucht zu königlichen Schreibennehmen. Die Väter Cotton und Gauthier bekamenden Auftrag den König darum zu bitten, welchem soviele Bittschriften nach einander doch bisweilen bedenk-lich wurden. Er antwortete ihnen , daß er von Her-zen wünschte, ihnen in allem gnädig willfahren zukönnen, daß er aber fürchte, das königliche Ansehenmöchte endlich dadurch sich ausfetzen. Dabey beriefer sich auf das Beyspiel von PoirierS (5) wo sie es,ungeachtet der von ihm auögewirkren Befehle, den-noch in zwey Jahren noch nicht hätten dahin bringenkönnen, ruhig ausgenommen zu werden, wiewohlihm die Stadt zu gleicher Zeit um die Gründung einesköniglichen Kollegiums anlag. Der Pater Cottonversetzte, daß der Vorgang zu PoirierS nicht auf an-dre Städte bezogen werden dürste, weil sie nicht dasUnglück haben würden, überall so mächtige angesehneund von Sr. Majestät selbst so sehr begünstigte Per-sonen in ihrem Wege zu finden, wie bey der Sachezu PoirierS.

Der König brauchte hier eben nicht den ganzenScharfblick, dessen er sich bisweilen rühmte, die Ge-danken derer, mir denen er sprach, auf ihrer Stirneund in ihrem Gesicht zu lesen 16). Er antwortete demPater Cotton: Er verstehe alles, was er noch aufder Zunge habe, sey aber versichert, daß es bloßeVerläumdung wäre, die sich von Seiten deö Parersauf fremde Nachrichten gründe» Denn Er habe selbst

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