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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
XXIV
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XXIV Fortgesetzte UeherffchL

Margaretha von Valois, die jüngsteTochter Heinrichs des Zweyten, war noch unver-heurathet, und der Ehrgeiz des jungen. Herzogsvon Guift vermaß sich, seine Hoffnungen zu dieserSchwester seines Monarchen zu erheben. Um dieHand dieser Prinzessin»! hatten schon der Königvon Portugal! geworben, aber ohne Erfolg, dader noch immer machtige Kardinai von Lothringensie keinem.andern als seinem Neffen gönnte.

,/Der älteste Prinz meines Hauses, erklärte sichder stolze Prälat gegen den Gesandten Sebastians,hat die ältere Schwester davon getragen ; demjungem gebührt die jüngere." Da aber Kar! derNeunte, dieser auf seine Hoheit eifersüchtige Mo-narch, die dreiste Anmaßung seines Vasallen mitUnwillen ausnahm, so eilte der Herzog von Gm'sedurch eine geschwinde Heurath mit der Prinzessin»von Cleves feinen Zorn zu besänftigen. Abereinen Feind und Nebenbuhler im Besitz derjersisgen zu sehen, zu der ihm nicht erlaubt worden war,die Augen zu erheben, mußte den Stolz des Her-zogs desto empfindlicher kränken, da er sich schmei-cheln konnte, das Herz der Prinzestmn zu besitzen.

Der junge Heinrich. Prinz von Bearn, wares, quf den die Wahl des Königs fiel; sey es,daß letzterer wirklich die Absicht hatte, durch dieseHeurath, eine enge Verbindung zwischen dem !

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