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Brunos Buch vom Sächsischen Kriege
Entstehung
Seite
23
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Absetzung Ottos v. Nordhcim. Bündniß mit d-Danen. Lüneburg besetzt. 23

gegen gekommen, und er hatte eine geheime Unterredung mit dem-selben, bei welcher außer dem Bischof Adalbert und einem derköniglichen Räthe niemand zugegen war. Doch blieb ihre Ver-abredung nicht lange verborgen, weil jener, der allein mit demBischöfe zugegen gewesen war, da er den dort entworfenen Plannicht zu hindern vermochte, wenigstens Las bewirkte was in seinerMacht lag, nämlich daß den Sachsenfürsten der Anschlag, welchersie betraf, nicht verborgen blieb. Denn der Dänenkönig schwurdem König Heinrich, daß er ihm gegen alle seine Feinde, undnamentlich gegen die Sachsen, mit aller Kraft zu Lande und zuWasser Hülfe leisten werde; und der König Heinrich versprach ihmdafür alle Landstriche, die an sein Reich gränzten, zu Eigen zugeben.

21. Nachdem nun also diese Unterredung beendigt und derDänenkönig heimgekehrt war, betrachtete König Heinrich die nahegelegene Veste Lüneburg, und da er die Festigkeit derselben erkannthalte, entbrannte er nach seiner Weise in heftiger Begierde danach,als ob niemand in jenen Gegenden ihm würde widerstehen können,wenn er die Burg in seiner Gewalt hätte. Diese aber hatteimmer den Vorfahren des Herzogs Magnus angehört, und warjetzt nach dem Erbrechte an ihn selber und seinen Oheim Herimangekommen. Der König also ließ von seiner wenig zahlreichen Be-gleitung etwa siebzig der zuverlässigsten Kriegslcute in jener Burg,welche auch den Ort selbst und das ganze umliegende Land zwin-gen sollten wie Knechte den königlichen Befehlen Folge zu leisten.Aber da diese unvorbereitet eingezogen waren, wartete Herimannur bis der König sein Gebiet verlassen hatte, und umlagerte danndie Burg mit Heeresmacht. Was sollten jene nun thun? DieBurg war freilich sehr fest und nur durch Hunger zu überwinden,enthielt aber außer wenigem Brod, welches die Mönche bei ihremEntweichen zurückgelassen hatten, nichts eßbares, und der Hungerhieß sie das Schloß verlassen, aber draußen verwehrte die drohendeSchärfe des Schwertes ihnen den Abzug. Denn für ih re geringeAnzahl war es zu gefährlich, sich mit einem ganzen Heere in