nier bey dem Verlangen das sie nach einem Bündniß mituns bezeugen, seiner Ueberzeugung nach keine andere Ab,sicht haben/ als Zelt zu gewinnen / um ihre Schaafe aufsTrockne zu bringen und den König durch einen Vertrageinzuschläsern, um ihn dann desto besser überfallen zu kön.neu, daß er vielleicht eben so heftig auf die Raubsucht,Ehrsucht, Treulosigkeit und den Uebermuth des spanischenStaatsraths loszieht. Nicht da, als der Kardinal so dieGründe von beyden Seiten abwog, mußw ihn der Verfasserdaxstellen, sondern da, wo er alles, was er in diesem sehr lan.gen Brief gesagt hatte, zusammenfaßt und nun ganz inseinem eigenen Nahmen spricht. Hieristes: ,,Ich halte,,dafür, man müsse Sr. Heiligkeit die ungegründete Mey.„nungen von uns benehmen, unsrer Seils aufrichtig und„redlich den mit Spanien u. den Erzherzogen gemachten„und bcschwvrnen Frieden halten, vorausgesetzt, daß auch„sie ihn halten, wozu sie sich durch S. Heiligkeit erbieten;„diesen Frieden noch durch alle Art anständiger und nütz,„sicherBande befestigen, ohne sich jedoch zu sehr darauf zu„verlassen, noch weniger wachsam und vorsichtig zu scyn;„übrigens aber den König von Spanien uns die Erzherzo-ge in ihren Verhältnissen zu andern lassen wie sie sind,„nicht aus bösem Willen oder schlechter Absicht, sondern zu„dieser eignen Erhaltung und um dem, der den Willen da»„zu gezeigt hat, nicht Mittel an die Hand zu geben, alle„seine Macht gegen Frankreich zu kehren; endlich, wäh-lend die übrigen Mächte sich unter einander bekrie-gen, den von Gott uns verliehenen Frieden und die Nu.„he anwenden, um das Gute im Königreich wieder herzu,„stellen und zu pflanzen, das Böse aber auszurotten."
Dieß bestärkt mich in der Meynung, die ich obenschon von den Gesinnungen d'Ossats gegen Spanien vor.gebracht habe- Man vergleiche mit den angeführten Brie,fen noch das, was er davon S. 51. 504. 540. 692. 705. :c.sagt, und von der Publikation des Tridentimschen Cvnci.liums S. 217. 256. Z54. 396. 400. 443. 466. 6iz. 615.und mehrere andere Stellen. Von den Jesuiten S. 69.287. 302. 303. 329. 351. f. 613. ff.
Hatte selbst der Kardinal so gedacht, wie sein Gegnervvrgiebt, so liegt es doch wahrhaftig nicht in dem Charak-ter eines so klugen und vorsichtigen Unterhändlers, alsd'Ossat tmstreitig war, solche verantwortliche Gesinnungen
so