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gen, dem Herzog von Biron den Titel und die Gewalteines Generallieutenants ihrer Krone ertheilen, und ihmden cigenthümlichen Besitz von Burgund nebst der Ver.mählung mit einer Prinzessin von Savoyen versichern soll,ten; daß, wenn der Krieg eine üble Wendung nähme,Spanien Friede machen und dem Marschall drey MillionenLivres baar, und sechshundert tausend Thaler jährlichgeben sollte, die er allenthalben, wo er wollte, in Em-pfang nehmen könnte. Mit Heinrichs IV. Vermählungmit Maria von Meoicis kam zugleich der Friede mit Sa-voyen zu Stande. Auch erfuhr Biron des Königs Nach,ficht. So viele Unterhandlungen, Zusammenkünfte undheimliche Reisen konnten des Monarchen Kenntniß nichtganz entgangen seyn. Eines Tags nahm er im Franzis,kanerkloster zu Lyon den Marschall auf die Seite, und frag-te ihn unter dem Versprechen der Begnadigung: was diegeheimen Verständnisse, welche er mit den Feinden desStaats unterhalten, auf sich hätten, und was ihr Zweckund ihr Grund wäre? Von diesen seinen heimlichen Ver-ständnissen verheelte nun der Schuldige, als ein Mann,der sich schämte, sich an Dinge zu erinnern, die er sichnicht verwerfen zu müssen wünschte, die besondern Um-stände , und that nur unvollkommne Geständnisse. Wasden Zweck und die Veranlassungen zu den heimlichen Ver-ständlichen anbetraf, so gestand er, die Idee, eine Prin.zeßin von Savoyen zur Gemahlin zu bekommen, habe ihmgeschmeichelt; doch würde er sich von seiner Pflicht nichtentfernt haben, hätte thm der König nicht das Gouvernementder Bourgschen Citadelle in Bresse abgeschlagen. Heinrichumarmte ihn voll Güte^ und sagte zu ihm: Nun wohlan,Marschall, denken Sie nie wieder an Bourg, auch ich will niewieder an das Vergangne, auch ich will nie wieder an Bourgdenken. Indem er ihm seinen Fehler vergab, gab er ihm zu.gleich zu erkennen, daß ein Rückfall tödtiich feyn würde. DerHerzog von Ehernvn gab dem Biron rmen ebenfalls heilsamenRath, da er ihm von der Unterredung erzählte, die er soeben mit dem Könige gehabt hätte, und w«e zufrieden erdamit wäre. Ich freue mich darüber, sagte der alte Hof-mann zu ihm; allein sie sollten ein Begnadigungöschreibensuchen; denn Vergehungen dieser Art vergeben sich nichtsoleicht. Wird denn, erwiederte der Marschall, eine schrift-siche Begnadigung zuverläßiger seyn, als -es Königs Wort,?
und