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[4] (1792) (1792)
Entstehung
Seite
337
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falsche Eröffnungen sogar betrog, wo nichts ihn nöthigke,mir wahre zu machen; daß er Rückkehr zu Vernunft,daß er Entschlüsse heuchelte, von denen sein Herz nichtswußte; daß er sich seiner Ketten zu schämen log, in demAugenblick, da er sich im Herzen zuschwur, sie nie zuzerbrechen, vielmehr ihre Glieder noch zu stählen!

Was die Eifersucht betrift, die ihm seine Maitresseöffentlich vorwarf, so war er wirklich nur zu sehr damitbehaftet. An seinen Bemühungen, Nebenbuhler aus»zustechen, konnte man leicht erkennen, daß er schwachgenug war, nicht verachten, und furchtsam genug, nichtstrafen zu können. Aur Caesar, auc rulul! schrieb ermir in einem /einer Briefe. Wie viele befremdendewunderliche Widersprüche! Er war überzeugt, daß dieMarquise von Verneuil die Andacht nur zum Deckman-tel ihrer Ausschweifungen brauchte, und diese Ueber-zeugung verwundete sein Herz mit tausend Dolchstichen;allein er fühlte darum nicht minder lebhaft den Küßel,der ein verderbtes Herz nach dem Sieg über eine unge?heuchelte Andacht lüstern macht.

Eine dieser Unbegreiflichkeiten, die mich immer ammeisten befremdete, und am meisten an seiner Heilungverzweifeln ließ, ist die, daß ich sehen mußte, wie indiesen Augenblicken, wo er ganz keine Schonung mehrin allem, was er von seiner Maitresse sagte, zu beobach-ten schien, das, was er schrieb, um ihr vorgewiesen zuwerden, immer in einem andern Ton war. Ich habeeben dieß bey der Marquise bemerkt, wo es mich aberweniger befremdete; es sey nun, daß diese Liebende, selbstin ihrem stärksten Zorn sich nicht erwehren konnten, im-mer noch ein wenig auf das Herz des andern Theils zurechnen, und daß ihr Verstandniß, ihnen selbst unmerk-lich, einigermaßen fortdauerke, oder daß dieser Herr,L7.lvenkwkrdigk.IVB. N sinn-