Achtzehntes Buch.
1604.
Ler Ausall bot mir, just da dieses alles vorging,' eine Gelegenheit dar, die mir sehr günstig fürdie Ausführung des so eben erhaltenen Auftrags beyder Königin zu seyn schien. Die gewöhnlichste Art,ihr Geschenke zu machen, war die Ausfertigungsolcher Edikte, wovon oben die Rede war, zu Ih-rem Vortheil, oder daß man sie Weinkauf vondem Waarenhandel und den Vertrage!« beziehen ließ,die sie durch ihren Schutz beförderte, und diese Edikteoder Kaufhandlungen mußten immer erst durch meineHand gehen, ehe sie ihre Gültigkeit erhielten, dieTheil«Haber mochten nun erst ernannt, examinirt oder auco-risirt werden müssen.
Man bot eines Tags der Königin vierzigtausendPfund für die Auswirkung eines Edikts, das die Salz-fteuer - Beamte in Languedoc betraf. Sie schickte d'Ar-gouges (i) zu mir, um mir das Edikt zu bringen, undmir de» Vorschlag zu wissen zu thun. Zch antwor-tete ihm, der König könnte ohne großen Nachthell desallgemeinen Besten die verlangte Gnade zugestehen;ich glaube aber nicht, daß die Königin ihre Zeit zu die-ser Bitte gut gewählt hätte, da mir der König so un-zufrieden über einige ihrer letzten Schritte zu seyn schei-ne, daß ich sehr fürchte, er möchte diese Gefälligkeitnicht für sie haben, wenn sie nicht wenigstens damit an-finge,