ke des Königs tadle , kurz, daß er, um es ganz zusagen, keine sonderliche Treue, nicht einmal Achtungfür Jakob habe. Es ist unnölhig zu sagen, mit wel-cher Zurückhaltung und Behutsamkeit ich dergleichenReden anhörke.
Die so ganz bestimmte Erklärung des Königs vonEngland gegen Spanien hatte mir einige Hoffnung ge-macht, daß man sich an diesem Hof unmerkiich widerdiese Krone kehren würde. Zwischen meiner erstenund andern Audienz gieng noch verschiedenes vor, warmeine Hoffnung verstärkte. Ein Englischer Kakholickeund Jesuire ( so wurde anfangs diese Geschichte erzählt)wurde in England m einem Transportschiff angehalten.Er gestand beym Verhör, daß er sich so verkleidet habe,um die katholische Kirche von der Bedrückung des neuenKönigs zu retten, wenn derselbe nicht in seinen Staa-ten die Römische Religion wieder entweder ausschließ-lich einführen oder wenigstens mit gleichen Vorrechtenwie die, deren die Resormirte Kirche genösse, begabenund wenn er sich nicht gegen die Protestanten in Hol-land erklären würde. Acht andre Jesuiten haben sichmir ihm zu eben dem Vorhaben verschworen und sichitzr in der Nähe von London vcrtheilt, um auf eine Ge-legenheit zu lauern, sich diesen Herrn vom Hals zu schaf-fen. Es ist sicher, daß dies Gerücht in Ansehungder Person dieses so verdächtigen Engländers, falsch war.Denn er war kein Jesuite, (r) sondern ein bloßer Priesteraus einem Semmarium. Hätte man eben sogründlichalle andre Umstände untersucht, so würde wohl wenig ander ganzen Sache geblieben seyn. Allein dies thak mannicht. Jakob der sogleich, nach der Stimmung seinesGeistes, Verdacht schöpfte, bildete sich ein: da der Grafvon Aremberg nicht um seine Audienz anhalte, so seydies nicht Schuld seiner Krankheit, sondern Verstellung,
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