Diese Geschichte führt mich auf den Prozeß, wel-chen der dritte Stand in Dauphins dieß Jahr argenden Adel und die Geistlichkeit über dis Art der Erhe-bung und Vertheilung der Abgaben anfieng. Ich wur-de nebst drsyzehn andern Commiffarien, welche ausden ersten Männern des Königreichs erwählt waren,ernannt, um diese Sacbe zu untersuchen,, aber es gin-gen sechs Jahre hin, ehe sie beendigt werden konnte,denn die Erbitterung der Parteyen war so groß, daßman zum zweytenmale hinsckicken mußte, um Unter-suchungen in der Provinz selbst anzustellen. Ich übt?eine schnellere Gerechtigkeit gegen den General-Ein-nehmer Jouffeaume, der bankrott gemacht und die kö-niglichen Gelder entwendet hatte, aus. Er war nachMailand entwichen. Ich ließ ihn dort gefangen nehmenund aufhängcn. Man kann nicht mit zu viel Strengeeine Handlung ahnden, welche den Untergang vielerFamilien nach sich ziehen kann. — In dem Streitmit den General^ Einnehmern und Schatzmeistern vonBourgogne nahm der König sich seiner Finanzen an.Diese Leute hatten Anweisungen erhalten, um die Be-satzungen und die Arbeiter an den neuen Vestungswer-ken zu bezahlen; aber entweder aus Bosheit oder ausNachlässigkeit hakten sie'S nicht gethan. Heinrichschichte aus meinen Rath einen rechtschaffnen Mann alsCommiffar dahin, welcher sogleich diese Finanzbeamtensuspendirte, da» Schatzmeister Amt selbst übernahm,und einem andern die General-Einnahme übertrug.Alle dabey nothwendigen Unkosten wurden von demGehalt der Einnehmer und Schatzmeister genommen,„damit ich nicht selbst," sagte der König, „die Schuld„des Verbrechens bezahlen muß, welches sie gegen mei-„nen Dienst und ihre Schuldigkeit begangen haben."
D 4
Gegen