davon merken lassen, noch weniger etwas entdeckt.Deswegen habe er dieses Projekt, welches er übrigenshöchst ungereimt gefunden hätte, für ein Mährchen an«gesehen, weil die gegenwärtigen Umstände die Ausfüh-rung desselben augenscheinlich unmöglich machten.Doch, wie auch dieses seyn möge, so mache er sichgegen Se. Majestät anheischig, ein halbes Jahr langimmer bey Hof zu bleiben, um für sein Betragen selbstBürge zu seyn. Wenn diese Zeit nicht hinreichendseyn sollte, so schwöre er dem König , ihn nicht eherzu verlassen, bis der Verdacht schlechterdings gehobenwäre. Der König hatte wider diese Anerbietungennichts einzuwenden, und fieng nun an, den Herzogvon Epernon weit weniger strafbar zu finden, als ereinst selbst gedacht hatte.
Ganz anders betrug sich der Herzog von Bouillonbey dieser Sache. Er zeigte in seinen Reden bey wei-tem nicht gleiche Aufrichtigkeit. Bey der ersten Er-öffnung, die ihm Se. Majestät davon machten, be-handelte er alle diese Nachrichten als Verläumdungen,die von Spione» und Angebern gegen die Großen desReichs erdacht worden wären, um sich wichtig zu ma-chen, und, wenigstens dem Schein nach, das Geldzu verdienen, welches man ihnen für die Ausübungdieses Handwerke gäbe.
Mit diesem Vorwurf, welcher stillschweigend denKönig selbst angriff, verband er eine Stelle des NeuenTestaments, die er hierauf anwendete: „es sey noch«wendig, daß Aeraerniffe kommen und wehe dem Men-schen, durch welchen Aergerniß kömmt." Eine Stelle,die man, nach ihrem natürlichen Sinn, mit weil mehrRecht gegen Bouillon und seine Anhänger kehren könnete. Der Herzog sagte ferner: er habe freylich gehört,daß die CaHoliken sowohl als die Protestanten sich be-
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