VI Fortgesetzte Uebersicht
Conde eine gefährliche Trennung zu verhindern.Der Prinz bestand darauf, daß kein Heit scy, alsin der Vereinigung mit den Deutschen Völkern,und daß man sie schlechterdings bis zum bczeichne-ten Ort der Zusammenkunft aussuchen müsse.„Aber, fragte man ihn nachher, wenn sie nunauch dort nicht wären zu finden gewesen — waswürden die Hugenotten alsdann vorgenommen ha-ben?" — „Zn die Hände gehaucht und die Fin-ger gerieben,^ vermuthe ich, erwiederte der Prinz»denn es war eine schneidende Kalte.
Endlich näherte sich der Pfalzgraf Kasimir mitder sehnlich erwarteten Deutschen Reiterey; abernun befand man sich in einer neuen und großemVerlegenheit. Die Deutschen standen in demRuf, daß sie nicht eher zu fechten pflegten, als bissie Geld sähen; und anstatt der hunderttausendThaler, worauf sie sich Rechnung machten, hatteman ihnen kaum einige tausend anzubieten. Manlief Gefahr, im Augenblicke der Vereinigung aufsschimpflichste von ihnen verlassen zu werden, undalle auf diesen SuccurS gegründete Hoffnungenauf einmal scheitern zu sehen. Hier in diesem kri-tischen Moment nahm der Anführer der Franzosenseine Zuflucht zu der Eitelkeit seiner Landsleute, undihrer zarten Empfindlichkeit für die Nationalehre;und seine Hoffnung täuschte ihm nicht. Er gestand
den