Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
502
Einzelbild herunterladen
 

502

11 ti ^

J . - . ,

r-f-5L-g f r-f-

X-i -

P> > J'

Pbr -gcT .gf vF

-v 'i * * ^

-au

721

-f-

¥ V

X ;

fLfl - ^JTTgJLs-ji

später gesellt sich dann auch das dritte Subjekt zu, tritt übrigensnur zwischen den andern auf, statt dass es mit ihnen gleichzeitighätte Zusammenwirken sollen. Dass dies möglich und zwar aufmehr als eine Weise möglich wäre, ist an diesem Satze

-rr 7

zu erkennen, der der Umkehrung fähig und leicht in bequemereStimmlagen zu versetzen wäre. Im Laufe der Komposition wurdediese Kombination zunächst durch jenen zuvor erwähnten, gegendas Ende sich wieder geltend machenden Nebengedanken (No. 718)verdrängt.

Eine zweite Anwendung unsrer Form findet sich auf das herr-lichste im ersten Satz von Seb. Bachs sogenannter Gdur-Messe *)vollführt, einen der reichsten und tiefsinnigsten Fugensätze, die esüberall giebt. Man muss nur, um ihn tiefer zu fassen, auf seinenursprünglichen Text zurückgehen. Dies ist jedoch hier nicht unsreAufgabe; wir betrachten blos die Konstruktion.

Hier beginnt nun der Singbass mit frei begleitendem Spielbassmit dem ersten Subjekt.

*) Dieses Werk, bei Simrock in Bonn herausgegeben, ist ursprünglich eineevangelische Kirchenmusik mit deutschem Texte, und scheint schon früh (dennschon Marpurg giebt in den Beilagen seiner Abhandlung von der Fuge den er-sten Satz als I!yrie und Christe eleison) statt des bisweilen etwas herben, einerspätem weniger glaubenseifrigen Zeit ,,geschmacklos erscheinenden Urtexteszum Messentexte verwendet worden zu sein. Man vergleiche darüber die berl.allg. mus. Ztg. Jahrg. 5, No. 44.