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Diese Form scheint im Allgemeinen nicht günstig, weil derEintritt von drei Subjekten auf einmal keines klar heraustreten undwirken lässt,- und der grösste Reichthum gleich mit dem Anfangder ersten Durchführung ausgeboten wird. Auch wüssten wir keinBeispiel dieser Form in der Litteratur unsre Kunst nachzuweisen *).Demungeachtet könnte sich auch zu dieser Gestaltung wohl einmalgegründeter Anlass finden.
Zweitens kann die Form der Tripelfuge eben so wie diedritte Form der Doppelfuge aus der einfachen Fuge hervorgehndurch Beibehaltung der Gegensätze. Die Fuge beginnt also miteinem einzigen Thema; während dasselbe von einer zweiten Stimmebeantwortet wird, giebt die erste den Gegensatz. Dieser wird,während eine dritte das Thema ergreift; von der zweiten Stimmeaufgenommen, und die erste giebt dazu einen neuen Gegensatz.Auch dieser geht nun als drittes Thema in die zweite Stimme über,während eine vierte Stimme das (erste) Thema, die dritte Stimmeaber den ersten Gegensatz (oder das zweite Thema) ergreift. Sokönnte die erste Durchführung folgende Gestalt anuehmen:Diskant: 1. 2. 3. — 1. 2.
Alt: 0. 1. 2. 3. — 1.
’ Tenor: 0. 0. 1. 2. 3. —
Bass: 0. 0. 0. 1. 2. 3.
Ein anziehendes Beispiel für diese Form ist der Schlusschor:„Denn vor dir wird kein Lebendiger gerecht“ in Seb. ßach’sKirchenmusik „Herr, gehe nicht ins Gericht.“ Hier tritt zuerstder Tenor mit dem ersten Subjekt auf, und der Orchesterbassschliesst sich in enger Nachahmung an. Dann beantwortet der Bassdas erste Subjekt, und der Tenor ergreift das zweite:
2tes Subjekt.
lstes Subjekt.
lstes Subjekt.
wie einen Gegensatz zum ersten. Auf der Schlussnote tritt derDiskant mit dem ersten Subjekt auf:
lstes Subjekt. ' j j
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4 -
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3tes Subjekt.
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2tes Subjekt.
’) Doch. Im Oratorium Mose (des Verf., Part, und Klavierauszug beiBreitkopf und Härtel) setzt der Schlusssatz des zweiten Theils mit drei Sub-jekten zugleich (es ist ein Augenblick aufgeregten Durcheinanderjubelns) ein, —bildet aber nur ein Fugato.