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2 (1847)
Entstehung
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475
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Vierter Abschnitt.

Ableitungen aus der Form der Doppelfuge.

Wir haben aus der Form der einfachen Fuge mehrere Formen

abgeleitet (das Fugato, die Fuge zum Choral, den fugirten Choral)und es fragt sich, ob nicht auch die Doppelfuge einige dieser bei-läufigen Anwendungen gestattet? Ohne Zw'eifel ist sie dazu fä-hig und schon in ihnen wirklich gebraucht worden. Allein es liegtin ihrer Natur, dass dies weniger geschehn und uns weniger wich-tig erscheinen muss, wie weiterhin bei den einzelnen Formen an-gedeulet werden soll. Wenn nun bei der einfachen Fuge einigeder Nebenformen, namentlich das Fugato, schon als Vorbereitungenund Vorübungen zur Hauptform noch eine vornehmliche Wichtigkeitfür den Lehrzweck gewannen: so fällt dies bei der Doppelfugeauch weg; denn wir haben an der einfachen Fuge und ihren Ne-benformen genügsame Vorbildung erwerben können, um gleich aufdie Hauptsache und ihre entschiedenste Gestalt loszugehen.

Aus diesen Gründen werden wir die Nebenformen hier nurkurz berühren.

Das Fugato erschien uns bei der einfachen Fuge nur durch dieleichtere, weniger ausgedehnte und strenge Ausführung von der ei-gentlichen Fuge unterschieden, und wir mussten wahrnehmen, dassauch dieser Unterschied nicht überall streng festgehalten werdenkonnte. Die Doppelfuge ist schon in ihrem ersten Keim eine ern-stere, gewichtvollere Form als die einfache, da sie ein Doppelthemabringt, Satz und. Gegensatz beide wichtig genug hält, durchgeführtzu werden. Daher ist es wohl selten der Fall, dass ein Fugatomit zwei Subjekten geschrieben wird.

Den Ansatz dazu finden wir in einer der schönsten Klavier-kompositionen Mozarts, in seiner vierhändigen Fmoll-Fantasie,im achten Hefte der Breitkopfschen Ausgabe. Nach einer Einlei-tung setzt Mozart dieses Fugato ein:

1. Das Fugato mit zwei Subjekten.

bis

*P t \Wu

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