469
und es würde uns, wie in der vorigen Form, freistehn, bisweilenauch eins der Subjekte allein durchzuführen.
Uebrigens ist die zuvor erwählte Stimmordnung die bequemste,da tiefe und hohe Stimmpaare in regelmässigem Wechsel bleiben.Doch wären auch andre Ordnungen, z. B. nach dem Eintritte desAlts in No. 674 diese, —
¥
nicht eben unzulässig; wiewohl der Abweichung von der natür-lichen Ordnung gewöhnlich irgend ein, wenn auch nur kleinerUebelstand sich anhängt. Hier z. B. liegt anfangs der Diskant zuweit vom Alt ab und zuletzt bildet sich eine weite Lücke zwischenTenor und Diskant, die von dem einen Alt nicht bequem auszu-füllen wäre. Man würde hier am besten thun, den Alt möglichsteng an den Diskant zu schliessen (die kleinen Noten deuten esau), während zu Anfang der Gang und Inhalt der beiden getrenn-ten Stimmen die Lücke weniger empfindbar macht.
Uebrigens haben die gleich gegen einander erfundnen Subjekte(S. 436) den Vortheil, sich fester und inniger zu durchdringen undzu unterstützen. Aber dies hat auch oft die Folge, dass die ein-zelnen Subjekte (oder eins derselben) für sich nicht so vollkom-men den Ansprüchen, die wir an ein Fugenthema machen dürfen,genügen. Dies ist bei den obigen Subjekten der Fall und man wirdes sogar bei Meisterwerken oft genug bemerken können. Selbstdas nachstehende Thema der Doppelfuge aus Mozart’s Requiem,Alt.
676
Jta—-■- • -
Bass.
- m 1 -#-
ß
-7-A y | N-J-»-j- 5 i=£rT3=
Christe e - le
JjL.^ J-iLj-,
— p ' r
-==0-1
I -
Ky-ri-e e - le
l - son,
e
le