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Iin siebenten Takt ist das Vorspiel zum Eintritt des Cantusfirmus reif geworden, der vom Tenor inlonirt wird; zwei Taktespäter folgt der Alt, der die Melodie in der hohem Oktave nach-singt, während die drei figurirenden Stimmen ihren Weg für sichforlgehen.
Wenn der Tenor und nach ihm der All ihren kanonischen
Gesang geschlossen haben , setzt sich die Figurirung fort bis zumEintritte der dritten Strophe, die ebenfalls als Kanon in der Ok-tave behandelt, aber vom Alt begonnen wird. So wird die Arbeitden ganzen Choral hindurch fortgeführt; hei der dritten und vier-ten Strophe tritt die zweite kanonische Stimme erst auf dem vor-letzten, bei der fünften erst auf dem letzten Ton der vorangehen-den Stimme ein. Die letzte Strophe wird von beiden Stimmen indoppelt langen Noten vorgelragen. Da Bach in voller Stimmprachtschliessen will, so führt er den All, der hier den Kanon angefan-gen hat, willkührlich fort bis zum vollstimmigen Ende.
Dies ist die eine Art der Ausführung. Sie führt uns wiederin das weite Gebiet der Figurirungen zurück; wir betreten es abermit einer neuen Kraft. Denn neben dem reichen Spiel der Figu-rationen lassen wir nun auch den Cantus firmus von zwei Stim-men bekennen; sein Gesang zieht hier und da, in Ober- und l)n-terstimmen, oder in einander unterstützenden Mittelstimmen einmü-thig und doch mehrstimmig durch das Gewebe der frei bewegtenStimmen hindurch. Es ist also unleugbar in dieser allerdings be-