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einsetzen, ob sie der ersten Stimme getreu, oder vielleicht in derVerkehrung, oder krebsgängig folgen sollten — und was derglei-chen mehr. Ein so aufgeschriebner Kanon hiess Räthselkanonund konnte natürlich nicht eher ausgeübt werden, als bis man alledie verschwiegnen Bedingungen errathen hatte. Wir finden je-doch, dass ein Tonkünstler viel zu viel für seine Bildung und inseinem wahren Berufe zu thun hat, als dass ihm für dergleichenSpässe (und wie trockne Schulpässe!) noch Zeit bliebe. Daherkann auch hier nicht weiter von ihnen die Rede sein.
Zweiter Abschnitt.
Abgeleitete kanonische Formen.
Wir haben bereits oben gewahr werden müssen, dass der zwei-stimmige Kanon schon wegen seiner beschränkten Slimmzahl einenicht reiche Kunstforin ist. Dies hat darauf geführt, ihn mit freienStimmen zu verbinden und so entsteht
Auch diese Form, auf die wir schon wiederholtj(S. 231 und441) vorbereitet sind, bedarf keiner Anweisung. Man fügt denbeiden kanonischen Stimmen eine freie Stimme, z. B. einen gehen-den oder blos unterstützenden Bass zu, oder statt des Basses eineandre — oder auch mehrere Stimmen. Hier —
ist der Anfang einer solchen Arbeit, nämlich der reizenden 18tenVariation aus Seb. ßaeh’s Ariette mit Veränderungen. Man sieht,dass der Kanon in den beiden Oberstimmen enthalten und ein Ka-non in der obern Sexte ist. Dasselbe Werk enthält übrigens Ka-nons im Einklang und der Oktave, in der obern Sekunde, Quinte(und diesen in der Verkehrung), Sexte, Septime und None (Se-kunde in der hohem Oktave), in der untern Terz, Quarte (diesenverkehrt), alle zweistimmig mit einem frei einhergehenden Basse.
Es ist rathsam, die begleitende Stimme sogleich mit dem Ka-non selbst zu entwerfen, damit Alles in ursprünglicher Einheit ineinander wirke. Wer in der Figurirung und in der Führung rei-ner (unbegleiteter) Kanons geübt ist, kann auch hier keine Schwie-rigkeit finden, die sich nicht durch Aufmerksamkeit auf alle Wege
1. der begleitende Kanon.
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