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Erste Aufhellung.
Der doppelte Kontrapunkt.
Ein polyphoner zweistimmiger Satz, der umgekehrt, — dessenOberstimme zur Unterstimme, dessen Unterstimme zur Oberstimmegemacht werden kann, heisst doppelter Kontrapunkt oder im dop-pelten Kontrapunkt, nach der Schreibart des doppelten Kontrapunk-tes abgefasst. Dass die Umsetzung oder Umkehrung der Stimmenüberall möglich ist, versteht sich von selbst; aber eben sowohl,dass sie zu künstlerischem Zwecke nur da geschehen kann, wo siekeine nachtheiligen Folgen, keine Verstösse gegen die Kunstgesetze(in dem uns schon bekannten Sinne) mit sich führt.
Was an einem solchen Satze zunächst unsre Aufmerksamkeitauf sich zieht, ist die Umkehrung. Denn das Uebrige, die Er-findung eines zweistimmigen polyphonen Satzes nach allen melo-disch-harmonischen Beziehungen, ist uns schon bekannt..
Die Umkehrung besteht nun darin, dass die obere Stimme un-ter die untere tritt, oder die untere über die obere, oder endlich,dass die höhere hinab und zugleich die tiefere hinauf tritt, und zwarbeide so weit, dass die obere zur untern wird. Wir sehen hier
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bei a einen zweistimmigen Satz, in b, c und d umgekehrt, so dassdie Oberstimme von a (A) in b, c und d Unterstimme gewordenist; in b hat es sich dadurch gemacht, dass die Unterstimme Beine Oktave hinauf getreten ist; in c ist die Oberstimme A eineOktave hinab getreten; in d ist die Oberstimme A eine Quartehinab- und zugleich die Unterstimme B eine Quinte hinaufgetreten.Man sieht, dass alle drei Formen der Umkehrung das gleiche Re-sultat, nur in verschiedner Tonhöhe und auf verschiednen Tonstu-fen, hervorbringen.
Wohin, auf welche Stufen oder um wieviel Stufen sollaber die Versetzung geschehen?