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die als der nächste Lohn einer tüchtigen Bildung und als uiier-lässlicbe Bedingung glücklichen Schaffens uns bevorsteht.
Von dem subjektivsten Ausdruck eines einzelnen Wesens ineiner einzigen, oder in einer unbedingt herrschenden Hauptstimmebis zu dem lebendigsten Dialog zweier oder mehrerer gleich be-rechtigter, selbständiger und doch zu höherm Zweck verbundnerStimmen sind uns alle Möglichkeiten gegeben. Und obwohl dieGrundformen und Tausende von Anwendungen schon vorhandensind, dürfen wir doch zuversichtlich hoffen, dass jeder eigne Ge-danke sich in oder neben jenen Formen nach seiner Weise eigenund ganz angemessen ausprägen wird.
Weil wir alle Formen besitzen und alle nach ihrer Vernunftaufgefasst haben, kann uns keine zur Fessel oder Last werden.Aber das ist allerdings die jedem Künstler gestellte Alternative:
entweder muss er alle Formen besitzen undbeherrschen, oder er wird von der Form ge-zwungen, unterdrückt, gestört.
Nur dem unkünstlerischen oder vielmehr widerkünstlerischenAbmühen, nur dem unglücklichen Irrthum, in den Kunstformentodte Zwangweisen statt lebendiger Gedanken zu sehen, nur derunwahren und unseligen Scheidung von Technik und Inhalt, vonForm und Geist der Kunst; nur ihnen ist das künstlerische Lebender Form unbegreiflich und das Hineinleben in sie unerlangbar.Nur dem künstlerisch ungebildeten Geist ist unbegreiflich, dass dieFormen nichts anders als Gattungsgedanken sind, die dieEinzelgedanken, welche als einzelne Kunstwerke sich offenba-ren, in sich fassen, in denen sich diese Einzelgedanken bilden undvollenden, in und mit denen sie erst dem Geisterreiche der Kunstals eingeborne und vollberechtigte Wesen, nicht als verirrte, un-stäte Fremdlinge angehören.