Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
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kommen, worauf man wieder zu ruhigem Entwickelungen zurück-kehren und mit ihnen oder einer nochmaligen Erhebung schliessenkönnte.

Soviel, um eine vorläufige Anschauung von dieser Form zugeben. Dem an den bisherigen polyphonen Bildungen gereiftenSchüler müssen sogleich eine Menge möglicher Bildungen undWege vorschweben, von denen hier blos einige sehr wenige, undzwar die zunächst liegenden gewählt worden sind, um nur vorersteine Andeutung, einen skizzenhaften Umriss der neuen Kunstformzu geben. Auch hier wird sich der Stoff unerschöpflich erweisenund die der Form zum Grunde liegende Idee an Lebendigkeit undBedeutung gewinnen, je mehr man sich mit ihr vertraut macht,sich in sie vertieft. Auch hier wird man nur über die Auswahlunter den sich herandrängenden Möglichkeiten in Verlegenheit seinkönnen; über die Auswahl nämlich, so lange man sich nur demSpiel der Töne überlässt (das immer in das Gränzenlose verlangt),so lange man nicht von einer bestimmten Idee zu den einzig rech-ten Ausdrücken hingeleilet wird. Erst auf dem Gipfel dieses Kunst-gebietes, aus seinem vollkommnen Besitz, erwachsen die Vorstel-lungen und Empfindungen, welche da ihre Existenz und Sprachefinden.

Hier ist es, wo Händel (im Alexanderfest) über diesem nichteinmal bedeutenden Basse

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einen frischen, reich und fröhlich bewegten Chor (die ganze Schaarerhebt ein Lobgeschrei) gleich einem Reigen rüstiger Männer sichentfalten liess; hier, wo er über einem karaktervoll erfundnenfesten Basse (ebenfalls im Alexanderfesl) von den Bässen, Trom-peten und Pauken vorgetragen

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jenen übermächtigen Chor: ,,Weck ihn auf aus seinem Schlummer,stürm ihn auf mit lautem Donner! anstimmte, wohl geeignet,(wie Reichardt geistreich sagt), Fürsten aus ihrem Fürstenschlum-mer aufzustören.