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Die Edur-Fuge hat gar zuletzt noch einen Schluss in Gzsmoll (derParallele der Oberdominanlc) gemacht und setzt nun ohne Weite-res die letzte Durchführung iin Hauptton mit dem Gelahrten aufder Dominante (dies macht den Anschluss an Ghsmoll) ein.
Nur so viel von Abweichungen. Sie alle anfzuweisen undzu erläutern, erlaubt weder der Raum noch der Zweck des Lehr-buches; ja, es ist unmöglich, da bei der nächsten Fuge sich wie-der eine neue Abweichung ergeben könnte. Nicht in diesem Sinnesoll die Lehre dem Jünger Vorarbeiten, dass sie ihm alle einzelnenFälle zurcchtlegt; denn damit wäre seiner eignen freien Thäligkeitein seichtes Ende gemacht. Sondern sie soll ihn auf den Grund-gedanken hinleiten und in die wesentlichen Richtungen einweisen.Daruin eben ist die Aufstellung einer Grundform und von Seitendes Jüngers ihre fleissige und stetige Durcharbeitung von grosserWichtigkeit. Erst dann mag zu den abweichenden Formen über-gegangen werden.
In allen Formen aber, die wir bei unsern Fugensätzen zuGrunde legen, wollen wir als obersten und letzten GrundsatzFolgerichtigkeit und Stetigkeitim Auge behalten. Wie wir schon längst uns gewöhnt haben,ein einmal ergriffnes Motiv festzuhallen, so wollen wir auch eineeinmal gewählte Formwendung gleich einem Motiv stetigund gründlich durchsetzen. Denn wenn wir irgend einen formalenBeschluss fassen, z. B. den, zwei Stimmen in der Engführung ein-treten zu lassen, so ist das ja eben sowohl ein schöpferischer Ge-'danke, wie irgend ein melodisches oder harmonisches Motiv; dieserGedanke muss uns werlh sein (sonst hätten wir ihn nicht ergriffen),muss uns erfüllen; mit ihm wollen wir wirken, das uns Erfüllendeund Bewegende aussagen, folglich müssen wir ihm Reife und Füllenicht entziehen.
Hier ist nun Seb. Bach das vorleuchlendste Muster. Nichtin der Menge, sondern in der Ordnung und Stetigkeit der Durch-führungen und in der Plaumässigkeit und Klarheit des Ganzen be-ruht zum grossen Theil die Kraft seiner Fugen; es ist dieser Punktdem ernstlich strebenden und hinlänglich vorbereiteten Jünger zurgründlichsten Prüfung zu empfehlen.
So ist in der zuvor erwähnten Esdur-Fuge nach der erstenDurchführung, wie S. 389 gesagt, die Engführung zwischen Tenorund Bass erschienen; dies bestimmt den Komponisten sogleich, die-selbe von Alt und Diskant wiederholen zu lassen. Da beide Durch-führungen im Hauptton stehen und die Stille und Breite des The-mas eine weite Ausführung der Fuge nicht ralhsam machen, sowird nun in einem grossem Zwischensätze die Parallele des Haupt-tons und der Unlerdominante (die Oberdominante ist in den Durch-
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