Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
368
Einzelbild herunterladen
 

568

Der Gegensatz ist in sofern aus dem Thema hervorgegangen, alser dessen letztes Motiv (a) fortsetzt und bei b wiederholt.

Warum haben wir unser Thema zuerst in den Bass gestellt?Es eignete sich nach seiner Stimmlage für Bass oder Alt und ent-sprach nach seiner weitschreitenden Weise am meisten dem Karak-ter des Basses.

Nun fragt sichs, wie wir weiter gehen?

Nur soviel können wir als fest annehmen, dass zu vollstän-diger und regelmässiger Vollendung der ersten Durchführung nochder Alt mit dem Führer, der Diskant mit dem Gefährten eintretenwird. Aber der Eintritt des Alts auf der Tonika ist durch dieHarmonie zu Anfänge des fünften Taktes gebindert.

Wir könnten den ersten Ton des Führers im Alt um dieHälfte verkürzen und auf dem zweiten Viertel einsetzen:

5+2 ä

=±,4

Allein diese so früh eintretende Verkürzung, diese enge undkleinliche Modulation von G nach C zurück auf zwei Achteln wi-derspricht dem würdigem Einhergange des Themas. Wir bedürfeneines langem Zwischensatzes.

ilJTj

1

mH'

d.;

Nach demselben hat die Einführung des Alts und Diskants,ferner die Einführung des Gegensatzes in Tenor und Alt kein wei-teres Bedenken.

Wir unterbrechen uns hier, um nochmals auf den technischenVortheil, auf die Fördersamkeit der Fugenarbeit, aufmerksam zumachen. Erfunden haben wir das Thema von zwei Takten, und wenn man ihn der Erwähnung werth achtet, den Gegensatz. Zubedenken hatten wir nur den Zwischensatz; und aus so geringem