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zeit der Fugenkunst — hat man sich eingeredet, dass es keineehrliche Fuge geben könne, in der nicht wenigstens die Vergrös-serung des Themas erschiene. Dann wären fast alle Fugen vonBach und Händel unvollkommen; und übrigens unvollkommenaus Mangel einer so wohlfeilen Kunst, das Thema mit grossemNoten zu schreiben, und allenfalls in einer andern Stimme die Ant-wort in ordentlicher Grösse irgendwo anzupassen. Händel hatübrigens in seinem Messias *) eine ganze Fuge auf die Form derVerkleinerung oder Vergrösserung gebaut, indem er zuerst dasThema im Orchester in ordentlicher Grösse
intoniren, dann aber bis zu Ende im Chor von der einen Stimmein ordentlicher Bewegung, von der andern in der Verkleinerung —
durchführen lässt.
Wir wollen diese und alle andern Formen nui da brauchen,wo sie sich als angemessen unsrer Idee von selbst darbieten.
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Dritter Abschnitt.
Innere Veränderungen im Thema.
, 1. Verkehrung.
Wir haben schon frühzeitig "*) den entgegengesetzten Sinn derbeiden entgegengesetzten Richtungen in der Tonbewegung wabrge-nommen. Eine hinaufgehende Tonfolge steigerte, eine hiuabgehendeheschwichtigte die innere Bewegung; die Modulation in die Ober-dominante war Steigerung, in die Unterdominante Beruhigung. Unddies trifft nicht blos Modulation und ganze Tonfolgen, sondern je-den Tonschritt: die Quinte aufwärts ist ein Aufschwung, abwärtseine Senkung.
Wenn wir nun ein Fugenthema verkehren, das heisst(S. 105): jeden Schritt in entgegengesetzter Richtung thun, z. B.das Thema No. 346 so darstellen:
*) In der Mozart’schen Bearbeitung ist sie nicht mit aufgenommen; manfindet sie als Beilage im zweiten Jahrgang (1825) der Berl. allg. mus. Ztg.
’*) Th. 1, S. 22 und 28 des Lehrbuchs.
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