Die Bedeutsamkeit dieser Form leuchtet ohne Weiteres ein.Daher gestattet man sich bisweilen, im weitern Verlauf ei-ner Fuge
das Thema abzukürzen,
das Ende desselben wegzulassen, um dadurch die Engfiihrung mög-lich zu macheu. So ist hier
514
H- 1 pn ^
H J i
WJ-"
^7—r!
9 • 4 9 J •
kT -
r* r V .
7 rTi
- A - # 9
■o,—=—J J ä-ß • F~r ■ .
i - r~* l -r-f'm —— r~
F r F B m.
' ., — . r / ! • ! i !—!— 1 —1 !!!»!.
i ra
zu No. 511 eine neue Engfiihrung möglich geworden, indem wirdas Thema im Bass und im Diskant unvollständig Hessen; zugleichhaben wir eine der unregelmässigem Stimmordnungen (S. 304) undBeantwortungen (erst kommt zweimal der Führer, dann zweimalder Gefährte) angewendet. Eine solche Abkürzung des Themaswürde in der ersten Durchführung, wo man das Thema einzuprä-gen hat und jede Stimme sich zu ihm gleichsam bekennt, nichtrathsam sein. Ist dasselbe aber schon genugsam bekannt und wirk-sam geworden, dann — also in spätem Durchführungen — leidetdie Abkürzung kein Bedenken. Doch auch hier muss, wenn über-haupt das Thema als solches erkannt und wirksam werden soll,wenigstens der wesentliche Theil desselben beibehalten werden.Das Thema in No. 5l4 z. B. würden wir nicht vor dem a imzweiten Takt, das Thema in No. 512 nicht vor dem g, das Themain No. 464 ebenfalls nicht vor as im zweiten Takt abbrechen.
Zweiter Abschnitt.
Ver grösserung und Verkleinerung.
Je breiter und langsamer wir einen Satz vorüberführen, destolänger beschäftigt er, desto eindringlicher und wichtiger wird eruns. Und umgekehrt: je schneller ein Satz vorübergeht, destoleichter und flüchtiger erscheint er.