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aus mebrern Durchführungen und Zwischensätzen besteht. Wirhaben also für zweierlei zu sorgen:
Erstens für hinlänglich reichen Inhalt, mannigfache Ge-staltung der einzelnen Durchführungen und Zwischen-sätze ;
Zweitens für eine angemessne Verknüpfung der einzel-nen Theile.
Was das erstere betrifft, so wissen wir bis jetzt:
1) dass unsre - Durchführungen bald vollständig, bald un-vollständig oder übervollständig sein können;
2) dass uns vielerlei Stimmordnungen zu Gebote stehen;
3) dass wir die Gegensätze und
4) die Zwischensätze mannigfach bilden können.
Es wird zunächst nöthig, uns nach noch reicherin Inhalt undgrösserer Mannigfaltigkeit der Gestaltung umzusehen.
Was das Zweite, die Anordnung der ganzen Fuge betrifft,so wird dies nachher in Betracht kommen.
Erster Abschnitt.
Die Engführung.
Die Fuge ist vor Allem eine polyphone Form; die in ihr wir-kenden Stimmen sind nicht blosse Reihen begleitender Töne, son-dern selbständige Melodien. Sie sind Gesänge und wir thun (wieschon S. 349 gesagt ist) wohl, sie uns sogleich als den Gesangbestimmter, lebendiger Personen vorzustellen, gleichviel ob dieseDiskant und Alt u. s. w., oder Instrumenlslimmen sind.
Das Hauptsächliche, was diese idealen Personen oder Stimmenvorzutragen haben, ist das Thema der Fuge. Wenn die erste esausgesprochen, nimmt die zweite es auf und spricht es nach; soentstehen Durchführungen, wie alle bisher betrachteten.
Wenn sich nun aber der Dialog eifriger erhebt, wenn jededer Personen oder Stimmen sich eifriger zu dem Thema drängt,gleichsam nicht mehr ruhig abwarten kann, bis die vorhergehendeStimme ausgeredet, das Thema zu Ende gebracht hat: was istdann natürlicher, als dass sie der vorhergehenden Stimme gleich-sam in die Rede fällt, dass sie mit dem Thema gleichsam zu früheintritt, ehe jene noch vollendet hat?
Diese Form heisst
Engführung.